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Imkerei: Bienen ernten mehr Beachtung

15.02.2014

Wildeshausen /Dötlingen – Vor 124 Jahren, im Jahr 1890, wurde der Imkerverein Wildeshausen gegründet. 31 Männern scharrten sich damals um Jan Huntemann, den Leiter der Landwirtschaftsschule in Wildeshausen. Einer von ihnen war der Urgroßvater von Martin Becker, der am Donnerstagabend bei der Jahreshauptversammlung des Vereins im Restaurant Wolters in Wildeshausen zum Schulungsmeister gewählt wurde.

Ehrungen beim Imkerverein: (von links) Siegfried Nast, Heino Hollmann und Uwe Endesfelder. BILD: Peter Kratzmann

Personalien

Für langjährige Mitgliedschaft wurden Heino Hollmann und Siegfried Nast geehrt. Sie sind jeweils 15 Jahre dabei.

Vorstandwahlen: In der Führungsmannschaft ergaben sich Veränderungen. Evelyn Müller aus Bühren löst den bisherige stellvertretenden Vorsitzenden Martin Becker ab. Er übernahm die Schulungsleitung. Helmut Hilwers wurde statt Oliver Brandes zum Gesundheitsobmann gewählt. Wanderwart bleibt Willy Dünzelmann. Kassenwartin Andrea Kaupke tauschte mit Schriftführerin Annelie Wenke den Posten.

Bevor sich die Imker im kommenden Jahr mit ihrer 135-jährigen Geschichte beschäftigen, ging es dem Vorsitzenden Uwe Endesfelder in seinem Jahresbericht noch um die Gegenwart.

Der Imkerverein zählt 107 Mitglieder, die 849 Bienenvölker gemeldet haben. Sechs Austritten standen im Vorjahr 19 Eintritte gegenüber – eine gute Bilanz und zugleich ein Mitgliederzuwachs um 15 Prozent.

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Die Bienenvölker seien durch den lange anhaltenden Winter schlecht in die Frühtracht gestartet. Von Mitte April bis Ende Mai gab es einen Kälteeinbruch. „Ab Ende Mai hat sich das Wetter stabilisiert. Die Völker konnten sich gut entwickeln und im Juli eine gute Sommerhonigernte einfahren, die durchschnittlich bei 25 Kilogramm lag“, berichtete Endesfelder

Für den Imkerverein sei 2013 insgesamt ein gutes Jahr gewesen. Der Verein hatte 22 Teilnehmer bei Imkerschulungen und konnte viele Frauen für die Imkerei begeistern.

„Dahinter steht ein Umdenken in unserer Gesellschaft“, so Endesfelder Die Honigbiene sei inzwischen als wichtiger Bestäuber von Kulturpflanzen anerkannt. Die Imker hätten damit auch an politischem Interesse gewonnen und Einfluss auf die Entscheidungen im Naturschutz erhalten. „Eine Entwicklung, die uns Imkern zu verdanken ist“, zeigte sich der Vorsitzende kämpferisch.

Um die Gesundheit der Völker sind die Imker dauernd besorgt. Heino Hollmann wurde im vergangenen Sommer zur Müll-Recyclinganlage in Neerstedt gerufen, weil sich dort Tausende Bienen an entsorgten Waben labten. Wie Proben zeigten, war das Wabenmaterial zum Glück nicht infektiös.

Endesfelder betonte dazu, dass sich auch die Kripo für den Fall interessiert habe, denn die Beamten vermuteten einen Zusammenhang mit einem Bienendiebstahl. Endesfelder: „Bitte meldet solche Vorfälle. Auch wenn ihr unbetreute Bienenstände entdeckt, denn die sind immer als Seuchenherde zu betrachten.“ Sieben Bestände seien mit der Amerikanischen Faulbrut befallen, so der Imkerverein. Um den Befallsgrad festzustellen, sind die Imker in Kontakt mit den Behörden.

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