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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Projekt: Biogas sorgt für kostengünstige Wärme

12.04.2012

NEERSTEDT In Sachen alternative Energien ist die Gemeinde Dötlingen schon seit langem auf dem richtigen Weg, wie verschiedene Auszeichnungen beweisen. Mittlerweile wird in der Flächengemeinde mehr Energie aus regenerativen Quellen erzeugt als verbraucht werden kann. Der „Selbstversorgungsgrad“ liegt bei rund 200 Prozent.

Ein weiterer Meilenstein in diese Richtung ist ein Biogas-Fernleitungswärmeprojekt in Neerstedt. Vier Landwirte der Betriebe Bruns, Frost, Heinefeld und Schröder-Brockshus schlossen sich zusammen, investierten in Biogas und das Wärmeprojekt.

Blockheizkraftwerk

Gebaut wurde als Basis zunächst eine Biogasanlage. Das dort erzeugte Rohgas wird per 1,6 Kilometer langer Gasleitung zum Blockheizkraftwerk am Rande des Staudenbetriebs von Jens Schachtschneider am Ortsausgang Richtung Kirchhatten geleitet. Dort wird das Rohgas verstromt. Die Abwärme wird genutzt, um damit die angeschlossenen Haushalte zu beheizen. Zur Anlage gehört auch ein Gas-Pufferspeicher und in Ergänzung für besonders kalte Winter oder Notsituation und Pflegemaßnahmen eine Wärme-Versorgung per Erdgas. 80 bis 90 Prozent der Wärme sollen aber rein aus Biogas produziert werden.

Was in anderen Orten wie Bremen oder Oldenburg bereits erfolgreich läuft, wollen die Landwirte nun auch in Neerstedt praktizieren.

„Die Verstromung läuft bereits seit Dezember 2011“, erklärte Jens Heinefeld. Zurzeit werde das Leitungsnetz erstellt. „In diesem Tagen geht es damit los, die ersten Bereiche der Leitung aufzuheizen. Ab April/Mai werden die ersten Teilgebiete bereits Wärme von uns beziehen“, so der Landwirt. Dazu gehören die Bereiche „Beim Schützenhof“, „Zum Mühlbach“ und der erste Teil von „Sandberg“.

„In der Summe haben wir bislang 50 bis 60 Haushalte zu versorgen. Das sind 70 bis 80 Prozent Anschlussquote“, betonte Heinefeld. Am Ende werden Haushalte zwischen Schachtschneider bis hin zum Rathaus und die bereits genannten Bereiche mit Heizwärme versorgt.

Zehn-Jahres-Vertrag

Für diejenigen die einen Zehn-Jahresvertrag mit dem Betreiberquintett geschlossen haben, bedeutet dies einen Preisvorteil von 20 bis 30 Prozent. Derzeit liegt der Preis bei der EWE im Standardsegment pro Kubikmeter bei 6,8 Cent. 4,4 Cent zahlen die neu angeschlossenen Hauseigentümer an die Fernwärmeanbieter.

Die 500-Kw-Biogasanlage wird zu 40 Prozent mit Wirtschaftsdünger, also Mist und Gülle der vier Landwirte gefahren. Die restlichen 60 Prozent kommen aus Grünroggen und Mais.

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Heinefeld: „Wir hoffen bis zum Juli alle Tiefbaumaßnahmen abgeschlossen zu haben. Dann können alle unter Vertrag stehenden Kunden von uns mit Wärme per Fernleitung versorgt werden.“

2,5 Kilometer lang ist das Leitungsnetz für Zu- und Abführung der Wärme. Für die Kunden bedeutet dies, dass eine eigene Heizungsanlage überflüssig wird. Kein Wunder, dass die angeschlossenen Neerstedter auf den Augenblick der Inbetriebnahme schon sehr gespannt warten.

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