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Aktualisiert vor 3 Minuten.

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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Begrenzte Ressource im Blumentopf

17.05.2019

Birkenheide Der Abbau von Torf wird schon lange kritisiert, ganze ohne kommt der Gartenbau aber auch nicht aus. Teilnehmer einer internationalen Tagung besuchten die Gärtnerei Melle, um sich die Verwendung moderner Substrate in der Praxis zeigen zu lassen.

In Bremen fand von Montag bis Mittwoch eine internationale Tagung der „International Peatland Society“ über den zukünftigen globalen Torf- und Substitutionsbedarf statt. Auf einer Exkursion besuchten einige Teilnehmer auch die Gärtnerei Melle in Birkenheide.

Über den Tellerrand schauen

„Der globale Gartenbau wird wachsen“, sagte Silke Kumar, Vorsitzende der Sektion für Torfgewinnung bei der Deutschen Gesellschaft für Torf- und Moorkunde. „Die Frage ist, wo sollen die Erden und Substrate dafür herkommen?“ Vor dem Hintergrund eines stark wachsenden globalen Bedarfs – speziell in China – müssten Alternativen zur klassischen Verwendung von Torf gesucht werden, da dieser eine endliche Ressource sei. „Wir betrachten dabei auch die historische Entwicklung“, erklärte Kumar, „und schauen über den Tellerrand, was andere Länder in dem Bereich machen.“

Melle ist Vorzeigegärtnerei

Die Exkursion der Tagungsteilnehmer sollte zeigen, wie mit dem Problem in Norddeutschland in der Praxis umgegangen wird. „Melle ist eine Vorzeigegärtnerei“, sagte Kumar, „die arbeiten mit modernen Substraten und können bei dem Thema mitreden.“

Inhaberin Carolin Melle und Betriebsleiter Cord Drücker führten die Gäste am Mittwoch durch den Betrieb. Dabei ging es nicht nur um den Anbau der hauseigenen Spezialität Heide, sondern auch um allgemeine gartenbauliche Herausforderungen.

Ganz ohne Torf geht es nicht

„Torf ist für die meisten Pflanzen einfach das Beste, da wachsen sie optimal“, erklärte Carolin Melle. „In Deutschland kommen wir dabei an die Grenze.“ Es würden viele Flächen renaturiert, man komme aber nicht umhin, nach Alternativen zu suchen. Ganz ohne Torf zu arbeiten sei keine echte Lösung, erklärte sie. „Heide ohne Torf geht, kostet aber mehr.“ Der Bedarf an Düngung und Wässerung sei langfristig zu hoch.

Bei der Suche nach alternativen Kultursubstraten werde deshalb Torf als Basis genommen. „Wir mischen zum Beispiel Holzfasern in den Torf. Einige Pflanzen mögen das, andere nicht. Wir testen das in der Praxis aus“, sagte Melle.

Alles hat Umweltauswirkungen

Dabei müsse auch auf die Umweltverträglichkeit geachtet werden. „Regionale Holzfasern sind super“, so Melle, „Kokosfasern nicht, wenn sie ganz aus Asien kommen. Wir müssen immer das ganze Bild betrachten.“

Die Auswirkungen der verschiedenen Methoden zur Erzeugung von modernen Substraten waren auch Thema der Bremer Tagung. „Egal wie umweltfreundlich die Methoden sind, es gibt nichts, das keine Auswirkungen auf die Umwelt hat“, fasste Silke Kumar zusammen.

Arne Haschen Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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