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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Mal kommen sie und mal nicht

22.01.2019

Bookholzberg Es vergeht am Montag etwas Zeit, bis sich der Fahrstuhl am Bahnhof Bookholzberg von der Straße in Richtung Gleise in Bewegung setzt. Fünf, sechs Mal versuchen sich die Türen zu schließen, irgendwann klappt es. Das ist nicht immer der Fall, wie Philipp Heinze (26) erst am Freitag feststellen musste. „Da ging gar nichts“, erklärt er. Das Problem mit den Fahrstühlen ist bekannt und bald könnte es tatsächlich eine Besserung geben.

„Wir sind in den Fahrstuhl reingekommen“, erinnert sich der Wildeshauser Heinze. Aber die Türen schlossen sich nicht bzw. der Fahrstuhl setzte sich nicht in Bewegung. Für Heinze selbst wäre das kein Problem, die Treppe ist ja nur ein paar Meter weiter: „Aber ich war mit einem Menschen im Rollstuhl zusammen unterwegs“, sagt der Mitarbeiter der Norle. Und für all diejenigen, die keine Treppen steigen können, gibt es keine andere Möglichkeit, den Bahnsteig zu verlassen.

Gemeinde zuständig

Seinem Unmut machte Heinze, noch während er vor dem Fahrstuhl stand, auf der Facebook-Seite der Deutschen Bahn Luft: „Ganz ehrlich, gut dass man beim Schreiben nicht schreien kann. Sonst wäre die Lautstärke hier eine andere. Ich arbeite in der Pädagogik und betreue dabei auch gehbehinderte Personen, mit denen ich jetzt hier mal wieder bei dieser Schweinekälte am Bahngleis festsitze und mich fragen muss, wie ich hier weg komme“, heißt es in seinem Beitrag unter anderem.

Bei der Deutschen Bahn ist Heinze, der regelmäßig auf einen nicht funktionierenden Fahrstuhl in Bookholzberg trifft, derweil nicht an der richtigen Stelle, denn: Der Lift wird von der Gemeinde, genauer vom Kommunalservice Nordwest, instand gesetzt. Und hier seufzt man, wenn die Sprache auf die beiden Fahrstühle in Bookholzberg kommt. „Ja, mit denen haben wir immer wieder Probleme“, sagt Patrick Gnädig, in dessen Fachbereich beim Kommunalservice die Fahrstühle fallen. „Am häufigsten fallen sie wegen Vandalismus aus.“ Häufig würden die Mitarbeiter des Kommunalservice, die mit der Reparatur beauftragt werden, auch noch die Fußabdrücke an den Türen vorfinden. Dann habe mal wieder jemand gegen die Türen getreten und dadurch die Führungsschienen verbogen oder eine andere Beschädigung verursacht, so Gnädig.

Neue Türen

Hinzu komme, dass die Türen beider Fahrstühle schon häufig geflickt und in die Jahre gekommen seien. Abhilfe schaffen soll ein neues Türenpaar für den Fahrstuhl, der auf die Gleise führt. Rund 15.000 Euro lässt sich die Gemeinde dies kosten, der Einbau soll bald erfolgen. „Wir hoffen, dass es damit besser wird“, sagt Peter Meyer vom zuständigen Fachbereich der Gemeindeverwaltung.

Die Gemeinde habe auch schon versucht, eine andere Möglichkeit zu finden, doch weder will die Deutsche Bahn die Fahrstühle mit in ihren Zuständigkeitsbereich nehmen, noch lasse sich eine für Rollstuhlfahrer geeignete Rampe realisieren. „Es wird aber gerade geprüft, ob wir wieder eine Videoüberwachung installieren“, so Meyer. Damit könnten zumindest die Verursacher ausfindig gemacht werden.

Philipp Heinze hofft, dass sich die Situation bald ändert und der Fahrstuhl zuverlässiger funktioniert. Denn bei einer Störung bleibt ihm, wenn er mit Rollstuhlfahrern unterwegs ist, nichts anderes übrig, als eine Station zurück zu fahren und lange „Fußwege“ in Kauf zu nehmen. Eine Durchsage in den Zügen der Nordwestbahn über Aufzug-Störungen gibt es übrigens nicht. „Das leiten wir aktuell noch nicht weiter“, so Meyer.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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