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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Tomatenernte diesmal nur mit Leiter

07.09.2018

Bookholzberg Wenn Helmut Pleus Tomaten pflücken will, muss er auf eine Leiter steigen. Denn drei Tomatenpflanzen in seinem Garten haben es auf eine stattliche Höhe gebracht. Die größte ist drei Meter hoch, das hat der Bookholzberger nachgemessen. „Seit 54 Jahren bin ich gärtnerisch tätig“, sagt der 79-jährige Rentner. „In der ganzen Zeit habe ich nie so hohe Tomatenpflanzen gehabt.“

Ähnlich wie Hopfen hat Helmut Pleus die Tomatenpflanzen an Leinen befestigt. Die Pflänzchen, aus denen die Riesen-Gewächse geworden sind, hat er aus eigenen Tomaten-Samen in Töpfen auf der Fensterbank gezogen. Was ihn besonders erstaunt, ist die Tatsache, dass er die drei Pflanzen zuletzt in die Erde gebracht hat. „Es waren auch die schwächsten Pflanzen. Sie haben sich gerächt.“

Das trockene und warme Wetter der vergangenen Monate hat für den Riesenwuchs gesorgt. „Ich kann jetzt nachvollziehen, dass in Spanien im Freiland exzellente Tomaten gedeihen“, meint Pleus. Natürlich hat er seine Pflanzen täglich gegossen. Auch wertvollen Humus habe er in den Acker eingearbeitet. Doch Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel kommen auf dem Grundstück des Hobby-Gärtners nicht zum Einsatz. „Wenn ich mir schon die Arbeit im Garten mache, dann möchte ich auch das Gute essen“, sagt er. Auch die Krautfäule, die die Tomatenpflanzen in früheren Jahren häufig befallen hat, blieb aus. Pleus führt das ebenfalls auf das trockene Wetter zurück.

Die riesigen Tomatenpflanzen bringen auch eine große Ernte: Fast 40 Kilogramm habe er seit Ende Juli geerntet, berichtet Pleus. Bei weiterhin günstiger Witterung könnte sich die Menge noch verdoppeln. „Das war die ertragreichste Ernte überhaupt in all den Jahren.“ Da trifft es sich gut, dass Helmut Pleus gerne Tomaten isst.

Auch in anderen Bereichen seines Gartens bemerkt er die Auswirkungen des Wetters. Die Himbeer-Ernte fiel trotz Wässerung schlecht aus: Himbeeren seien Flachwurzler, erläutert er. Äpfel dagegen gibt es reichlich. Da Blüte und Bestäubung gut waren, hätten sich viele Früchte gebildet.

Allerdings macht sich inzwischen bemerkbar, dass die Tage kürzer und die Nächte kälter werden. Je nach Wetter kann es mit den Tomaten bald vorbei sein. Der geringste Frost könne ihnen schaden, berichtet Helmut Pleus.

Antje Rickmeier
Redakteurin, Agentur Schelling
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2740

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