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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Dorfladen Brettorf offiziell gegründet

20.06.2019

Brettorf Der Weg zum Dorfladen Brettorf w.V. (wirtschaftlicher Verein) ist frei. 96 Stimmberechtigte haben am Dienstagabend im Saal der Gaststätte Schürmann in Brettorf zunächst in einer Vorversammlung die Satzung verabschiedet sowie Grundsätzliches besprochen und nach einer Pause die erste Mitgliederversammlung des wirtschaftlichen Vereins „Dorfladen Brettorf w.V.“ abgehalten.

Was sich zunächst recht einfach anhört, hatte eingangs die Beschlussfassung eines jeden Paragrafen der Vereinssatzung zur Folge. Vor allem aber galt es an diesem Abend festzustellen, ob die notwendigen 45 000 Euro als Anschub für die Finanzierung des Dorfladens in Brettorf zusammengekommen sind.

Das Café Hasselberg im Gewerbegebiet

Der weg bis zur Gründung

Die Stationen bis zur Vereinsgründung listete Marion Einemann auf. „Vor vielen Jahren gab es noch Bank, Post und Kiosk als Einkaufsmöglichkeiten im Ort.“ 2018 kam das Thema eines Dorfladens in der Arbeitsgemeinschaft Brettorfer Vereine im Beisein von Bürgermeister und Bauamtsleiter erstmals auf den Tisch. Im Oktober 2018 fand eine Infoveranstaltung mit Vorstellung des Dorfladenbeispiels Otersen statt. Am 5. November 2018 bildete sich ein 16-köpfiger Arbeitskreis. Zwei Sitzungen zur Standortsuche folgten. In der dritten AK-Sitzung Anfang Januar 2019 konnte das Hasselberg-Objekt im Gewerbegebiet Neuer Kamp als Standort genannt werden. Danach beschäftigte sich der Arbeitskreis mit Themen wie Fördermöglichkeit und Nachhaltigkeitsstrategie. Eine Umfrage bei den 600 Haushalten startete. Am 4. Juni kamen 150 Personen zur öffentlichen Versammlung. 96 waren es am Dienstag, die alle Anteile gezeichnet haben.

Insofern machte es Arbeitskreissprecher Ingo Bücking ein Stück weit spannend, als er nach der Beschlussfassung der Satzung vor der Pause ankündigte, die Mitgliederversammlung nur dann abzuhalten, wenn genügend Zeichnungen vorhanden seien. Es werde noch einmal nachgezählt.

„Wir haben die Zahl erreicht“, freute sich Bücking nach der Pause. Dabei wurden die Erwartungen noch ein Stück übertroffen. „Nach der Umfrage im Vorfeld hatten wir Ja-Sager zur Zeichnung von Einlagen für das Projekt-Hofladen über 48 000 Euro. Dass es jetzt sogar 50 000 Euro sind, hat einige aus dem Lager der Vielleicht-Sager umschwenken lassen. Das zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg.“

Eine Einlage hat einen Gegenwert von 300 Euro. Dafür gibt es Stimmrecht, das auch übertragen werden kann – mit Zustimmung des Vereins. Wer beispielsweise zwei Einlagen zeichnet, hat aber trotzdem nur eine Stimme bei kommenden Versammlungen und Beschlüssen. Dividenden gibt es keine. Alle Erlöse werden in die Rücklagen überführt.

Doch mit den 50 000 Euro ist die Kuh in Sachen Hofladen noch nicht vom Eis. Das sei nur der Anfang, wie Bücking bemerkte. Er berief sich auf den Unternehmensberater Wolfgang Gröll vom Büro „newWAY“, der die Formalitäten leitete und der eine Investitionssumme von mindestens 180 000 Euro als notwendig genannt hatte. „Deshalb macht alle Werbung bei Freunden, Bekannten und auch noch Unentschlossenen. Je mehr Geld wir zusammenbekommen, desto weniger müssen wir uns am Kapitalmarkt bedienen.“ Gehofft wird dabei auch auf Fördergelder aus dem Topf der EU und eventuelle andere Quellen.

In der ersten Mitgliederversammlung wurden Aufsichtsrat und Vorstand gewählt. Im Aufsichtsrat, der den Vorstand kontrolliert, erhielten Harald Meyer, Marina Becker-Kückens und Ingo Bücking (vorgeschlagen aus dem Arbeitskreis) und Karin Abel und Verena Baumfalk (vorgeschlagen aus der Versammlung) das Vertrauen. Die Amtszeit beträgt drei Jahre.

Dem Vorstand gehören nach der Wahl Marion Einemann als Vorsitzende, Volker Borchers als 2. Vorsitzender und Stefanie Hartung als 3. Vorsitzende sowie Kim Hartung als Schriftführerin an. Die Vorstandsmitglieder werden alle vier Jahre gewählt. Offen blieb die Frage, ob ein Geschäftsführer künftig im wirtschaftlichen Verein eingesetzt wird oder nicht.

Wie geht es nun weiter? „Jeder hört von uns per Brief“, so Marion Einemann. Alle Zeichner einer Beteiligung würden angeschrieben und ihnen die Kontoverbindung für die Zahlung genannt. Außerdem sollen der Mietvertrag im Objekt Hasselberg in Brettorf unterschrieben und die baulichen Maßnahmen überdacht werden. Ferner geht es um die Stellung eines Förderantrages an die EU.

Eine Eröffnung des Dorfladens Brettorf sei für Anfang 2020 angedacht. Das Sortiment werde man auf regionale Produkte auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Verpackungseinsparung ausrichten, sagte Volker Borchers. „Es wird auch eine konventionelle Schiene geben. Nicht alle können oder wollen nur auf Bio setzen.“ Die Mischung mache es aus.

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