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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Neues Zuhause für 22 Arbeiter

05.04.2019

Brettorf Das Gebäude am Stedinger Weg 30 in der Nähe des Bahnhofs kennt jeder in Brettorf. Die ältere Generation erinnert sich, dass es den Gemischtwarenladen Meyer und die Post beheimatete. Später ist Meyer’s Museumsladen für viele eine Anlaufstelle gewesen, um in die Welt der Tante-Emma-Läden einzutauchen. Nicht zu vergessen die Pizzeria im Erdgeschoss, die es seit vielen Jahren gibt (und weiter geben wird). Jetzt beginnt eine neue Phase in der Nutzung des verwinkelten Komplexes. In dem Wohn- und Geschäftshaus entstehen drei Wohneinheiten für maximal 22 Personen in Ein- und Zweibettzimmern. Die ersten osteuropäischen Arbeiter, tätig bei Schlachtereien in der Region, sind bereits eingezogen, weitere werden folgen.

Abgesperrt angesichts von Arbeiten. das Rote Haus an der B 213 in Hockensberg BILD: Ulrich Suttka

Rotes haus an B 213 ebenfalls gekauft

Das Rote Haus an der Bundesstraße 213 in Hockensberg ist ebenfalls von den WU Beteiligungsgesellschaft gekauft und von der IDL Immobilien Dienstleistungen GmbH gemietet worden. Das hat IDL-Geschäftsführer Stephan Horsch unserer Zeitung bestätigt. Die einst sehr bekannte Immobilie stand inzwischen seit vielen Jahren leer. In Einzel- und Zweibettzimmern sollen maximal 80 Personen untergebracht werden. Wie in Brettorf werden die Zimmer mit jeweils kostenlosem Internetzugang, TV-Anschluss, Kühlschrank und Mobiliar, in Teilbereichen mit Bädern auf den Zimmern, versehen, zudem ebenfalls mit Gemeinschaftsküchen und Aufenthaltsräumen. Für die Objekte in Brettorf und Hockensberg werde es jeweils eigene Hausmeister geben.

Die IDL betont, dass man in allen baulichen Maßnahmen „im engen Kontakt“ mit der Gemeinde, mit dem Bauamt des Landkreises Oldenburg und den zuständigen Ämtern stehe.

Der Außenbereich rund um das „Rote Haus“ werde neu gestaltet, heißt es. Die Arbeiten laufen. Geplant seien zwei Outdoor-Tischtennisplatten, ein Beach-Volleyballplatz sowie ein Grillplatz.

Der Verkauf der Immobilie durch Familie Meyer an die WU Beteiligungsgesellschaft aus Bremen hat im Dorf für Aufsehen gesorgt. Diese Gesellschaft stehe unter der „großen Überschrift Kalvelage“, sagte Dötlingens Bürgermeister Ralf Spille. Der Familie gehört die Putenschlachterei Heidemark in Ahlhorn.

„Über die weitere Nutzung gibt es mittlerweile in Brettorf und umzu reichlich Gerüchte“, heißt es in einer von Spille verfassten Mitteilung. Zusammen mit Bauamtsleiter Uwe Kläner sowie den Ratsmitgliedern Claus Plate (FDP), Insa Huck (SPD) und Ditte Höfel (CDU) und Anliegern stellte er am Donnerstag im Hause von Carsten Haslop den Stand der Dinge vor. Die kooperative Vorgehensweise des Mieters IDL Immobilien Dienstleistungen GmbH (Friesoythe) wurde dabei von allen Beteiligten als positives Zeichen gewertet. „Wenn es funktioniert, hat kein Mensch etwas dagegen, vernünftige Unterkünfte anzubieten“, so Nachbar Carsten Haslop.

Als der Verkauf bekannt wurde, hatten sich Anlieger mit einem Fragenkatalog an die Gemeinde gewandt. So schilderte es Haslop. „Solche Unterkünfte stehen oft nicht im besten Licht“, sagte er. Daher wollte man geklärt haben, was in der Nachbarschaft passiere. Die Gemeinde nahm den Ball auf und stieß dabei bei Diplom-Ingenieur Stephan Horsch, einer der beiden Geschäftsführer der IDL, auf offene Ohren. Denn Ziel der Firma sei es, wie er am Donnerstagabend gegenüber unserer Zeitung betonte: „Wir möchten erreichen, dass ein Imagewechsel entsteht, gerade was die Unterbringung von osteuropäischen Arbeitern angeht, denn jeder hat das Recht auf ein sauberes und gepflegtes ,Zuhause’.“

Kurzfristig kam es daher am Montag zu einem Gespräch einschließlich Besichtigung der Liegenschaft, bei dem die IDL-Vertreter Bürgermeister Spille und Bauamtsleiter Kläner das Objekt zeigten. „Der erste Eindruck fiel positiv aus“, so Spille.

Zum Konzept: Alle Räume erhalten einen Femseh- und kostenlosen Internetzugang, Kühlschrank und Mobiliar, zudem zentrale Küchen- und Aufenthaltsräume. Pro Person sollen mindestens acht Quadratmeter Schlaffläche zur Verfügung stehen. Die Wohneinheiten sollen kurzfristig belegt werden, wobei derzeit geprüft werde, ob noch ein Bauantrag auf Nutzungsänderung zu stellen sei, wie Spille ausführte. Dafür ist der Landkreis Oldenburg zuständig.

Weiter heißt es zur künftigen Nutzung: „Sämtliche Auflagen in puncto Brandschutz, Fluchtwege, Parkplätze werden entsprechend der Vorgaben eingehalten. Die zukünftigen Mieter werden mit den zur Verfügung stehenden Kleintransportern zu ihren Arbeitsstätten, zu den Einkäufen oder den Freizeitaktivitäten gefahren. Hier kommt der nahegelegene Bahnanschluss Brettorf den Mietern zu Gute. Die Gartenanlage soll entsprechend der Mieter genutzt und hergerichtet werden.“

Gegenüber den Vertretern der Gemeinde zeigten sich die IDL-Geschäftsführer daran interessiert, „dass die neuen Bewohner in einem geregelten Umfeld leben und arbeiten können. So stehen die Geschäftsführer auch für Anfragen jederzeit zur Verfügung.“ Auch solle der Kontakt mit den örtlichen Vereinen gesucht werden, ob eventuelle Angebote genutzt werden können.

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Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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