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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Umweltschutz: „Bruthaus“ des Fischereivereins randvoll

12.01.2013

Wildeshausen /Altona Seit 1999 treibt der Fischereiverein Wildeshausen die Wiederansiedlung von Lachs und Meerforelle mit viel Engagement, hohen Investitionen und vor allem großen Erfolg voran. Gebannt blicken die Angler jetzt wieder in die kleinen Becken ihres Bruthauses. Denn am Wochenende beginnt das große Schlüpfen der kleinen Lachse und Meerforellen.

Wenn alles gut läuft, werden geschätzte 115 000 Meerforellen, 8000 Lachse (erstmals seit drei Jahren wieder) und 1500 Bachforellen in den nächsten Wochen das sprichwörtliche Licht der Welt erblicken, so Pressewart Thomas Kaiser. Von Anfang November bis Ende Dezember war eine Truppe Petrijünger an den Wochenenden in drei heimischen Bächen unterwegs, um bei Elektrofischen die Brut zu gewinnen und die Bestände zu kontrollieren. Insgesamt 153 Meerforellen und sechs Lachse – zum Teil kapitale Fische bis 90 Zentimeter Länge – wurden dabei gefangen. Die laichreifen Fische wurden schonend abgestreift und wieder in die Freiheit entlassen (ovales Bild, rechts).

Mit dieser rekordverdächtigen Anzahl an Eiern und Fischen war nicht zu rechnen, da die Wasserstände anfangs sehr niedrig waren. Die Fische ziehen dann nicht zum Laichen in die Bäche. „Das Ergebnis zeigt aber, dass unser Bestand weiter kräftig wächst“, freute sich Gewässerwart Ralf Siemer. Und: Die Fische steigen immer früher auf. Bereits im Juni waren die ersten springenden Meerforellen am (wegen der fehlenden Fischtreppe unüberwindlichen) Stauwehr in Wildeshausen gesichtet worden.

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Die meisten Fische wurden diesmal überraschend im Altonaer Mühlbach gefangen und nicht in der Visbeker Aue. Im Mühlbach tummelten sich sogar noch einige stattliche Äschen, eine Fischart, die hier seit einigen Jahren ebenfalls wieder angesiedelt wird. In der Flachsbäke war für die ausgebildeten Elektrofischer Stephan Piening und Tobias Siemer nichts zu holen. Hier müssen dringend weitere Renaturierungsmaßnahmen erfolgen, ist sich der Vorstand des Fischereivereins einig.

Denn in vielen Abschnitten der Aue und im Mühlbach hinter der Eisenbahnbrücke sah man deutlich, wie gut die von den Anglern angelegten Kiesbetten funktionieren: „Fast alle Steine waren beim Laichen von den Forellen umgedreht worden, so dass wir auch auf reichlich Naturbrut hoffen“, sagte Ralf Siemer.

Das Bruthaus ist randvoll. Die Eier sind jetzt bei sechs Grad Wassertemperatur 60 Tage herangereift. Deshalb kann man auch ziemlich genau den Schlupftermin vorhersagen. Der Gewässerwart und die Helfer bekommen in den nächsten Wochen reichlich zu tun. Teilweise mehrmals am Tag müssen die Siebe und Becken im Bruthaus inspiziert werden. Mit einer Pipette werden leere Eihüllen abgesaugt. Auch die Wasserwerte gilt es jetzt ständig im Auge zu behalten. Vier Wochen zehren die Fisch-Winzlinge von ihrem Dottersack. Dann geht es zurück in die Bäche ihrer Eltern. Der letzte Schwung dürfte Mitte März in die Freiheit entlassen werden. Einige tausend Fische päppeln die Petrijünger außerdem noch in der kleinen Teichanlage auf Gut Altona auf.

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