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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Junge Aktive machen alten Speicher flott

24.05.2019

Bürstel René Habeck war reichlich aufgeregt, als sich der Platz vor der ehemaligen Bürsteler Schule am Donnerstagabend zusehends füllte. Auffällig viele Bürsteler und Immeraner waren unter denjenigen, die sich dort um kurz vor 18 Uhr versammelten. Wie die Mission der Landjugend Ganderkesee bei der diesjährigen 72-Stunden-Aktion aussehen könnte, ahnte der Vorsitzende der 140 Mitglieder starken Vereinigung trotzdem nicht.

„Mein Chef meinte, dass wir vielleicht eine Bienenwiese und Insektenhotels anlegen müssen“, sagt Habeck – noch ahnungslos. Tatsächlich waren die 35 Aktiven der 72-Stunden-Aktion ihrer Aufgabe bereits näher als gedacht: Sie standen – um genau zu sein – bereits mittendrin, als sich Cord Brinkmann um Punkt 18 Uhr Gehör verschaffte und ein Schriftstück zur Hand nahm. Der Dehlthuner war der von der Niedersächsischen Landjugend entsandte geheimnisvolle Agent, der die offizielle Aufgabenstellung verlesen sollte und diese auch im Vorfeld vermittelt hatte.

„Eure Aufgabe ist es, in den nächsten 72 Stunden den denkmalgeschützten Speicher in Bürstel zu sanieren“, las Brinkmann vor. Konkret bedeutet das: Die Landjugend hat drei Tage Zeit, 40 Quadratmeter Lehmfußoden durch eine vom Ortsverein gestellte Pflasterung zu ersetzen – hochkant geklinkert, mit Steinen, die von verschiedenen Höfen aus der Umgebung abgeholt werden müssen. Unter der Treppe soll eine vier Quadratmeter große Fläche des Lehmfußbodens erhalten bleiben.

Zudem müssen die Aktiven eine Bilddokumentation der Arbeitsschritte bis hin zur Fertigstellung ihres Projekts anlegen. Und damit noch nicht genug: Auch die Nutzungsmöglichkeiten des Speichers im Innen- und Außenbereich sollen „funktional und gegebenenfalls auch neu gestaltet“ werden. Und zu guter Letzt: Für Sonntag muss die Landjugend ein Fest für die Dorfbewohner und Förderer der 72-Stunden-Aktion organisieren.

Der historische Speicher, mit dem sich die Landjugend bis Sonntag intensiv beschäftigen wird, stammt vom Hof der Familie Alfs in der Nachbarschaft. Dort wurde er 1989 abgebaut und neben der früheren Bürsteler Schule wiederaufgebaut. 1993 wurde es eingeweiht.

Zum ersten Mal ist die Landjugend dort nicht im Einsatz: 1995, bei der ersten 72-Stunden-Aktion, war dort die angrenzende Grillhütte errichtet worden – unter Beteiligung vieler heutiger Unterstützer wie Agent Cord Brinkmann oder Garten- und Landschaftsbauer Volker Kreye.

Letzterer liefert auch direkt die erste Expertise zur Aufgabe und erklärte den Aktiven, wie sie die fünf Zentimeter dicke Lehmschicht abzutragen und die Klinker zu verlegen haben. Dass sie keine Zeit verlieren wollen, stellten die jungen Frauen und Männer sogleich unter Beweis: Sowie ihr Agent die Aufgabe verkündet hatte, wurde das Mobiliar aus dem Speicher geräumt.

Ob die Besucher, die sich für diesen Freitag angesagt haben, ebenfalls mit anpacken wollen, blieb vorerst offen: Um 10.30 Uhr wird der Ganderkeseer FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Dürr zusammen mit Vertretern der Niedersächsischen Landjugend vorbeischauen.

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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