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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Naturschutz: Fläche entwickelt sich prächtig

21.11.2019

Charlottendorf-West Als ein gelungenes Beispiel für die Entwicklung einer Kompensationsfläche gilt das 5,23 Hektar große Gebiet zwischen dem Windpark Rote Erde in Charlottendorf-West und der Grenze zum Landkreis Cloppenburg. Der Bereich an der Lethe dient als Ausgleichsfläche für den Eingriff in die Natur, der durch den Bau und die Erweiterung des Windparks Rote Erde entstanden ist. Hier arbeiten Windpark-Betreiber (Windenergie Charlottendorf-West Rote Erde GmbH), Naturschützer, Landwirte und Behörden zusammen, um aus der Fläche ein wertvolles Refugium für Fauna und Flora zu schaffen.

Dabei helfen Statusberichte der BSH und von beauftragten Biologen, die die Vegetation und die ornithologischen Vorkommen kartieren und bewerten. „Einmal im Jahr treffen sich Vertreter aller Beteiligten, um die Fläche zu begutachten und Maßnahmen abzusprechen“, sagt Dr. Remmer Akkermann, Vorsitzender der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH), die die Fläche für längere Zeit gepachtet hat.

Mähtechnik wichtig

Ein wichtiger Punkt dieser Treffen, so Akkermann, sei die Frage, wann, wie und wie häufig gemäht und wie schnell das Mähgut abgefahren werden müsse. „Für die Entwicklung einer extensiven Feuchtwiesenlandschaft, wie hier im Tal der mittleren Lethe, kommt der Mähtechnik eine zentrale Funktion zu“, erklärt Akkermann.

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Gerade die starke Ausbreitung des giftigen Jakobkreuzkrauts oder des Schmalblättrigen Greiskrauts kann mit der richtigen Mahd eingedämmt werden, damit sich wertvollere Gräser und Kräuter ausbreiten können, wie das Wollige Honiggras, Spitzwegerich oder Sumpfquendel.

Auch die Vogelwelt fühlt sich offensichtlich wohl auf der Kompensationsfläche Rote Erde, die zu etwa zwei Dritteln aus Grünland besteht und zu etwa einem Drittel aus einer ehemaligen Ackerfläche. Im Winter wird die Fläche gerne von Grau- und Blässgänsen, Zwergschwan und diversen Entenarten bevölkert, geht aus dem Bericht der Biologin Barbara Printzen hervor. Im Sommer lassen sich dort gerne Bodenbrüter wie Schafstelze, Feldlerche, Wiesenpieper und Goldammer nieder.

Verschont geblieben ist das Gebiet bislang zum Glück von der Nilgans, „die anderorts sehr dominant Auftritt und größere Reviere gegenüber verwandten Arten aggressiv verteidigt“, so die Expertin.

Landwirte helfen mit

Die BSH ist erfreut, dass Landkreis und Hunte-Wasseracht bemüht sind, ein Biotopverbundsystem voranzubringen. Unterstützt werden sie dabei von Anliegern und Interessengruppen sowie der staatlichen Agrarstruktur- und Forstverwaltung zwischen Ahlhorn, Wardenburg und Oldenburg. Entscheidend sei auch die Kooperation zwischen Naturschutz und Landwirten, die auch als Jagdberechtigte an der Weiterführung von Kompensationsmaßnahmen vor ihrer Haustür Interesse haben und sich an der Wiesenmahd beteiligen.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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