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Jahresbilanz: Commerzbank bekennt sich zum Standort

14.04.2016

Wildeshausen Die Zinsen so niedrig wie nie, zahlreiche regulatorische Auflagen und die Digitalisierung: Banken hatten schon einfachere Zeiten. Weshalb bei vielen Instituten auch das Filialnetz verkleinert wird. Für die Commerzbank in Wildeshausen ist das kein Thema. „Unser Standort ist sicher und wächst sogar“, zeigte sich Filialdirektor Martin Mielke beim Jahresbilanzgespräch sehr zufrieden.

Die Zahl der Kunden in Wildeshausen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 150 auf 4400. Noch erfolgreicher entwickelte sich der Bereich Immobilienfinanzierung. Hier konnte die Filiale ein Plus von 13,8 Prozent ausweisen. Mittlerweile hat die Wildeshauser Filiale ein Kreditvolumen von mehr als 35 Millionen Euro im Bestand.

Da zeigt sich auch der Bauboom in der Region – und die niedrigen Zinsen.

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Die wiederum machen anderen Bankkunden derzeit erhebliche Sorgen. Denn es gibt quasi keine Sparzinsen mehr. „Als es vor Jahren noch fünf Prozent Zinsen gab, verdoppelte sich das Kapital innerhalb von 15 Jahren. Heute bräuchte man dafür 350 Jahre“, sagt Mielke. Seit 2009 hätten die niedrigen Zinsen jeden Wildeshauser im Schnitt 1000 Euro an Kaufkraft gekostet, meint der Banker.

Er erwartet kein schnelles Ende der Null-Zins-Phase. Mindestens bis 2018 wird sie im Euro-Raum noch andauern, meint man bei der Commerzbank.

Wer Vermögen aufbauen oder absichern will, komme an Wertpapieren nicht mehr vorbei. „Wo man aber letztlich investiert, muss individuell ermittelt werden“, sagt Mielke. Auch Menschen mit geringem Einkommen sollten an eine Vorsorge denken. Mit Fondssparplänen könnten selbst Kleinstanleger an den Börsen langfristig investiert sein. Das Depotvolumen stieg in der Filiale um 3,9 Prozent auf 18,9 Millionen Euro.

Für sehr vermögende Kunden will die Bank die Beratungsstandorte bundesweit mehr als verdoppeln. Wildeshausen allerdings findet sich dabei nicht auf der Landkarte. Die Top-Kunden werden von einer eigenen Abteilung in Oldenburg betreut.

In Wildeshausen setzt Mielke auf weiteres Wachstum. Dabei versteht man sich als „Multikanalbank“. Telefonbanking, Online und die Filiale stehen als Säulen gleichberechtigt nebeneinander. „Der Kunde entscheidet, was er will“, so der Direktor. Weil Geldanlage und Immobilienfinanzierung erklärungsbedürftige Produkte sind, will Mielke aber den Bereich Beratung weiter ausbauen.

Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede
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