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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Das Geschäft ist kein Kinderspiel

22.05.2014

Hude „Wir gehen zu Fritzi, sagen die Leute. Man kennt uns hier halt.“ Weiter kommt der lange Herr Klein nicht – schon geht die Tür auf. „Einmal die Drei. Und meinen Tabak.“ Auch Fritz Klein kennt seine Leute: Seit 1986 steht er Tag für Tag im Spielwarengeschäft Schote, das gleichzeitig Tankstelle, Bastelbedarfsladen, Fußballfanshop und Schlüsseldienst ist..

Denn mit dem Laden „vom alten Schote“ hat der gelernte Groß- und Einzelhandelskaufmann zwar den Namen, aber nicht das komplette Sortiment übernommen. „Damals gab es Spielzeug – Playmobil und Lego, die Klassiker. Und die Leute konnten tanken“, sagt der Vielstedter. Für Letzteres ist er erst seit 14 Jahren verantwortlich. „Als die Kinder noch klein waren, ist uns das zu viel gewesen. Da hat das Geschäft mit den Spielsachen gereicht“, sagt der zweifache Vater.

Den Betrieb Schote führt er zusammen mit Ehefrau Roswita, genannt Rosi, und seiner Schwester. Mittlerweile hat das Familienunternehmen an die 3000 Produkte zur Auswahl. Der momentane Renner: Knetgummi, das sich in einen Flummi verwandeln kann. „Ich frage die Kinder, was gerade angesagt ist oder was sie gerne hätten“, sagt der 61-Jährige. Seine eigenen Sprösslinge haben sich mit der Zeit an die quietschbunte Hülle und Fülle im elterlichen Laden gewöhnt – und sind mittlerweile zu groß für Puppen und Teddybären. Andere, die mit Schotes Spielwaren aufgewachsen sind, kommen mittlerweile mit ihrem eigenen Nachwuchs zu Fritz Klein. „Während die Erwachsenen tanken, können sich die Kleinen umgucken – das ist natürlich ein Magnet“, sagt der Vielstedter. Rosarot, wie die Barbiepuppen in seinen Regalen , ist die Realität jedoch nicht: „Die Konkurrenz von den Internetanbietern bekommen wir deutlich zu spüren, der Onlinehandel nimmt gut 30 Prozent des Geschäftsfeldes ein – da kommen selbst die großen Spielwarenkonzerne nicht gegen an“, sagt er.

Seit zwei, drei Jahren gehen Umsätze zurück. Dagegen zu setzen hat er: „Persönliche Beratung, Fachwissen – außerdem bin ich von meiner Ware überzeugt. Das ist kein Ramsch für’n Appel und ’n Ei. Und man kann hier alles anfassen und ausprobieren“, sagt der Geschäftsmann. Eine kleine Auswahl seines Repertoires bietet er seit Kurzem auch auf der eigenen Homepage an. Die Besonderheiten gibt’s aber nur direkt im Laden: Fan-Utensilien für Werder-Bremen- und Bayern-München-Anhänger. „Gegensätze ziehen sich halt an“, sagt Ehefrau Rosi – allerdings nur in geschäftlicher Beziehung.

Weitermachen will das Paar so lange wie möglich – nämlich bis zur Rente. Und dann? „Man muss auch loslassen können“, sagt der 61-Jährige – und wird unterbrochen: Kundschaft. „Moin Fritzi“ – man kennt sich halt.


Ein Spezial unter   www.nwzonline.de/kaufhier 
Lea Bernsmann
Redakteurin
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2106

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