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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Energie: Das hitzige Geschäft mit den Sonnenstrahlen

24.03.2011

GANDERKESEE Eigentlich sollten es gute Zeiten sein für Unternehmer, die an der Sonne Geld verdienen. „Die Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen ist groß“, sagt Sven Siemering, Abteilungsleiter Photovoltaik bei Meyer Technik in Ganderkesee. Gerade ist die Informationsveranstaltung am Dienstagabend zu Ende gegangen; rund 30 Besucher haben Siemerings Vortrag gehört und rege nachgefragt. „Diesen Andrang hatte ich nicht erwartet“, gibt der Fachmann zu.

Seine Branche steckt jedoch in einem Dilemma. „Wir denken seit 2004, dass wir bald nichts mehr zu tun haben – aber es wird immer mehr.“ Schuld sei die Politik, indem sie die Vergünstigungen für die Einspeisung etappenweise zurückfahre. „Im letzten Jahr gab es Senkungen im Juli, Oktober und zum Jahresende. Das heißt, wir hatten dreimal Endspurt“, sagt Siemering. Stets muss er seinen Kunden die Anlage bis zum Stichtag aufs Dach montiert haben. Und Personal einzustellen, das nach einer Kürzung möglicherweise überflüssig wird, bedeutet Risiko. Immerhin bekommt er eine neue Kraft zum April; damit umfasst seine Abteilung 21 Mitarbeiter.

Die politischen Rahmenbedingungen seien „nicht zu Ende gedacht“, sagt er. Gefördert werden müssten vor allem kleine Anlagen für Privathaushalte. „Das ist die Zukunft“, sagt Siemering. Dabei drohten gerade die Einzelhaushalte dem Wirbel in der Branche zum Opfer zu fallen. Unter dem enormen Zeitdruck würden gerade große Anbieter nur noch Großkunden versorgen.

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Langfristig, weiß Siemering, löst aber nur das Ende der Vergütungen das Problem. „Wir müssten unabhängig werden vom Erneuerbare-Energien-Gesetz“, sagt er. Die Hersteller müssen ihre Anlagen deutlich billiger anbieten; bei steigenden Strompreisen rechneten sich die Anlagen dann ganz von allein.

Dazu kann ein lebendiger Markt beitragen. In Ganderkesee baut derzeit die Firma EnergieSparKontor (ESK) einen neuen Standort in direkter Nachbarschaft zu Meyer Technik auf. Geschäftsführer Hans-Jürgen Schütte erläutert die Idee hinter dem neuen Fachmarkt ESK24: „Wir wollen unseren Kunden die Produkte in einer Schauhalle vorführen können.“ Schütte setzt auf handwerklich geschickte Kunden, die sich ihre Anlage selbst auf dem Dach installieren wollen. Auch Fachhandwerker könnten dort Ware beziehen „wie in einem Großhandel“. Kommt ein Kunde doch nicht mit der Technik zurecht, bietet ESK Beratung und vermittelt den nötigen Handwerker.

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