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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

UMFRAGE: „Das kann ganze Feiern sprengen“

31.07.2007

WARDENBURG Ab morgen bricht in Kneipen, Cafés und Restaurants eine neue Zeitrechnung an. Mit dem 1. August tritt in Niedersachsen ein Gesetz in Kraft, dass das Rauchen im Innern verbietet. Lediglich Gastronomen, die ein geschlossenes Raucherzimmer anbieten, können so ihren rauchenden Gästen entgegenkommen. Nach einer dreimonatigen Übergangsfrist können Verstöße von der Gemeindeverwaltung als Ordnungswidrigkeit mit Geldbuße geahndet werden, bestätigt die zuständige Fachbereichsleiterin Andrea Biller. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums gilt der Bußgeldrahmen des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten, der eine Höhe zwischen fünf und 1000 Euro festlegt. Dabei spiele

u.a. eine Rolle, ob ein erstmaliger oder ein wiederholter Verstoß vorliege, so die Behörde.

Die NWZ befragte Gastronomen in der Gemeinde zu ihren Plänen und Meinungen: Gerd Fischbeck wird im Wardenburger Hof das Kupferzimmer sowie im Bereich der Gesellschaftsräume die Sekt- und Kellerbar zu Raucherzimmern erklären. „Schade, dass in den Thekenräumen nicht mehr geraucht werden darf. Dann hätte das Gesetz mehr Akzeptanz gefunden“, glaubt er.

„Wir werden den Speicherraum zum Garten hin zum Raucherzimmer erklären“, kündigt Oliver Boelssen, Pächter der Wassermühle, an. Die anderen Räume des Lokals seien bereits in den Vormonaten Stück für Stück zu Nichtraucherzonen erklärt worden. Offenbar zum Wohlgefallen der Besucher. „Die meisten Gäste fanden es bereits vorher gut, wenn nicht geraucht wird“, berichtet Boelssen.

Mit nur einem zur Verfügung stehenden Raum wird die „Sonnenlage“ von Ursel und Gerold Siemer in Benthullen – wie viele kleine Kneipen und Gaststätten – von der neuen Gesetzeslage mit voller Wucht getroffen. „Wir haben schon länger keine Aschenbecher mehr auf den Tischen stehen“, sagt Ursel Siemer. Doch bislang hätten sich die geschlossenen Gesellschaften noch selber einigen können. Mit dem neuen Gesetz bleibe nur noch das Ausweichen der Raucher an die frische Luft. „Das kann ganze Hochzeitsfeiern sprengen“, befürchtet die Gastwirtin.

Gunda Schmidt, Wirtin des Tungeler Krugs, hat ebenfalls keinen Platz für ein Raucherzimmer. Sie hofft auf das Verständnis ihrer Stammgäste. „Viele rauchen eh nicht, das wird hoffentlich kein großes Problem.“

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„Die Gemütlichkeit in Eckkneipen wird so kaputt gemacht“, ärgert sich Gunda Ehlers über das neue Gesetz und die Tatsache, dass es nun doch keine Ausnahme für Kneipen wie ihr „Saarländer Eck“ geben wird. Seit zehn Jahren betreibe sie jetzt schon die Gastwirtschaft, mit häufigem Lüften und einer Abluftanlage in ihren Räumen sorge sie seit langem dafür, dass die Luftqualität erhalten bleibe. Was sie besonders frustriert: selbst bei einer Saalvermietung ohne Bewirtschaftung darf sie die Entscheidung, ob geraucht werden darf oder nicht, nicht der Gesellschaft erlauben. „Rund 60 Prozent meiner Gäste sind Raucher. Ich kann nur hoffen, dass sie Verständnis zeigen, sonst muss ich am Jahresende aufgeben“, sagt die Gastwirtin.

Ihr Kollege Peter Schmidt vom Litteler Krug schwankt zwischen Ärger und Ohnmacht. Er erwarte am Mittwoch 120 Gäste einer Diamantenen Hochzeit, davon „mit Sicherheit“ 40 Raucher. Die könne er doch nicht alle rausschicken, „dann ist das Fest doch hin“, fürchtet er. Schmidt hofft, dass die Dehoga in Niedersachsen das „Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens“ auf dem Rechtsweg noch kippen kann. „Meine Gaststätte ist wie ein Wohnzimmer für mich, und ich kann dann nicht mal selber entscheiden, ob ich hier rauchen will oder nicht. Das ist ein Unding“, ärgert er sich.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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