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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Fuhrenkamp: Demonstranten drohen mit Blockaden

27.06.2012

GANDERKESEE Unverständnis, Empörung, Entsetzen, Ohnmacht, Wut – ganz unterschiedliche Emotionen und Reaktionen waren am Dienstagvormittag im Bürsteler Fuhrenkamp wahrzunehmen. Doch in einem waren sich wohl alle etwa 80 Demonstranten einig: in ihrem entschieden „Nein“ zum Wegeausbau durch das Forstamt Neuenburg. Gemeinsam wurde diskutiert, wie das angekündigte Schottern und wie ähnliche „brutale Eingriffe“ (Volker Kropik, Nabu) in anderen Wäldern verhindert werden können.

Zu der Protestaktion hatte Hartmut Lammert (Prima Klima) am Freitag kurzfristig aufgerufen. Mehrere Vereine und Gruppen unterstützten das Vorhaben.

Das Verwandeln der Waldwege in breite Schneisen sei in dreierlei Hinsicht ein Desaster, befand Dr. Klaus Handke, Vorsitzender des Fuhrenkamp-Schutzvereins. Erstens für die Natur, zumal die Aktion in der Vogelbrutzeit und der Hauptentwicklungszeit für viele Insekten stattfinde. Zweitens sei es ein Desaster, weil der Fuhrenkamp auch Naherholungsgebiet ist. Und drittens sei die Aktion des Forstamtes ein Desaster hinsichtlich der Öffentlichkeitsarbeit: „Es hat null Information stattgefunden“.

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Bei einem Rundgang zeigte sich Manfred Helmes vom Lauftreff Donnermoor erschrocken: „So schlimm hätte ich mir das nicht vorgestellt.“ Wenn jetzt die Hauptwege geschottert werden, „ist der Wald für uns als Läufer nicht mehr nutzbar“.

Das Anlegen solch breiter Schneisen zum Holzabtransport mit Lkw sei „nicht der erste Fall in der Gemeinde“, sagte Grünen-Ratsherr Dr. Reinhold Schütte. „Grundübel“ sei die zunehmende betriebswirtschaftliche Ausrichtung der Forstwirtschaft.

Hartmut Lammert forderte die Forstwirtschaft auf, von der Politik abzurücken, dass man bei jedem Wetter Holz an die holzverarbeitende Industrie liefern wolle. In den Verhandlungen müsse dieser Industrie klar gemacht werden: „Eure Lagerprobleme können wir nicht lösen.“

Wallhecken-Experte Georg Müller griff eine Anregung aus der Demonstration auf: Es sei zu prüfen, ob Rechtsverstöße vorliegen. Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde müssten wohl „mit verbundenen Augen“ durchgegangen sein, als sie vor dem Wegeausbau den Wald untersuchten. Im Übrigen gebe es in einem Kreis von Demonstranten Überlegungen, das Schottern der Waldwege durch eine Blockade zu verhindern.

Auch Verständnis für das Vorgehen des Forstamtes gab es am Abend, als Vertreter der Forstverwaltung die Maßnahmen und Hintergründe im Ausschuss für Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz darstellten (siehe Seite 35).

 @ NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://www.NWZonline.de/tv

Ganderkeseer Bürger hätten die meisten Bäume im Bürsteler Fuhrenkamp gepflanzt. Darauf weist Günter Fleischer hin. Durch den Sturm vom 13. November 1972 seien etwa zwei Drittel der Bäume umgekippt. Ganderkeseer Vereine hätten dann die Bürger zu einer Wiederaufforstungs-Aktion aufgerufen, die unter Leitung von Herbert Witte stattgefunden habe. Ohne diese Aktion „wäre das heute noch eine Wüste“, gibt Fleischer zu bedenken.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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