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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Der Brauer und das liebe Bier

29.03.2014

Lohmühle Dort, wo ab Ende Mai modernste Brautechnik köstliche Spezialbiere zaubern soll, haben derzeit noch die Handwerker das Sagen: „Momentan werden gerade die Fliesen im Sanitärtrakt verlegt, der Sicht-Estrich im Verkostungsbereich wird noch versiegelt und die Kühlzelle wartet darauf, ausgepackt und aufgebaut zu werden“, zählt Brau- und Malzmeister Thomas Bannas auf.

Schon immer hat er davon geträumt, seine eigene Brauerei zu besitzen. Jetzt ist dieser Traum in einem alten Bauernhaus in Lohmühle in greifbare Nähe gerückt. Die Liebe zu Hopfen und Malz wurden Bannas quasi in die Wiege gelegt. „Sowohl mein Vater als auch mein Großvater waren Braumeister“, erzählt der 47-Jährige, der derzeit mit seiner Ehefrau Britta und den beiden Söhnen noch in Stuhr lebt.

Anfang der 80-er Jahre absolvierte er seine Ausbildung zum Brau- und Malzmeister bei Beck & Co. in Bremen. Es folgten Stationen bei Lizenzpartnern in Indien und Namibia sowie die Weiterbildung zum Produkt- und Qualitätsmanager. 2011 fasste der Bierliebhaber schließlich den Entschluss, sich selbstständig zu machen. „Ein bisschen verrückt muss man dafür schon sein“, schmunzelt Bannas und zeigt auf die große Baustelle, die seit Sommer 2013 seine zweite Heimat ist.

Brauen im Bauernhaus

Kennengelernt hat Bannas Wildeshausen bereits bei seinem Wehrdienst 1988/89 als Fallschirmjäger. Als sein Bruder Stephan dann vor einigen Jahren den alten Bauernhof in Lohmühle kaufte, stand für Thomas Bannas bald fest, dass die Diele des Zwei-Ständer-Bauernhauses aus dem Jahr 1849 der ideale Standort für eine kleine, feine Brauerei sei.

„Ganz bewusst habe ich die Strategie gewählt, zunächst den Vertrieb aufzubauen und dann erst den Braubetrieb zu starten“, erzählt er. Bei nicht wenigen Gasthäusern in der Umgebung wie dem Alten Amtshaus in Wildeshausen, dem Hotel „Zur Wasserburg“ in Harpstedt oder dem Landgasthof in Engelmannsbäke stieß er mit seinem Vorhaben auf offenen Ohren. Um den Gastronomen auch Geschmacksproben bieten zu können, braute Bannas einige Musterbiere bei einem Brauereikollegen in Bayern.

Obwohl der Braumeister selbst ein Freund des herben Pilses ist, startete er ganz bewusst mit einem Spezialbier. „Wenn man ein Pils braut, macht man sich schnell vergleichbar, ich möchte mir aber lieber eine Nische schaffen“, betont der Experte, der mit den etablierten Bieren nicht konkurrieren, sonders sie sinnvoll ergänzen möchte. Bannas möchte die Biervielfalt beleben, ähnlich wie beim Wein das auf die jeweilige Gelegenheit bzw. das jeweilige Essen abgestimmte Bier anbieten.

Bernsteinfarbe

Die Bernsteinfarbe seines „Bannas Spezial“ rührt von einem Spezialmalz her. „Bewusst habe ich die Hopfenseite eher neutral gehalten, so dass das ,Spezial`gerade auch den Damen schmeckt“, sagt er. Sein Weizenbier ist hingegen ein traditionelles helles Hefeweizenbier, das beim Schnuppern – so Bannas – den typischen Bananenflavour entfalte.

Abgerundet wird sein bisheriges Repertoire durch den „Maibock.“ „Ein helles Bockbier, gehopft wie ein Pils und schön süffig“, schwärmt der Bierliebhaber.

„Mit Aufnahme des Braubetriebs vor Ort werden wir aber auch ein Pils brauen“, verspricht er. Zusammen mit der regionalen Gastronomie will er dann Flaschen- und Fassbier vertreiben und – in limitierter Form – auch vor Ort ausschenken.

„Es wird hier sicherlich keine Bewirtung mit warmer Küche geben, aber wir werden schon Bierverkostungen und Brauseminare anbieten“, blickt er in die Zukunft.

Erst einmal muss jedoch im April die Brautechnik aufgestellt werden, bevor es dann voraussichtlich Ende Mai heißt: „O’zapft is!“


  www.bannas-bier.de 
Uta-Maria Kramer
Wildeshausen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2703

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