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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Aufklärung: „Der Kick“ zeigt rechte Gewalt

20.06.2012

WILDESHAUSEN Im Jahr 2002 wurde der kleine Ort Potzlow in Brandenburg schlagartig bekannt, als drei Jugendliche mit rechtsextremen Hintergrund den 17-jährigen Marinus Schöberl brutal ermordeten. Der Arbeitskreis „Für Demokratie und Toleranz“ in Wildeshausen hat für jeweils fünf Abschlussklassen der Haupt- und Realschule den Fall als Theaterstück in die Kreisstadt geholt.

„Der Kick“ wurde in der Hauptschule bereits Ende Februar aufgeführt, die Zehntklässler der Realschule sahen das Stück am Montag. Eine Nachbesprechung für die Realschüler findet am Dienstag und Mittwoch statt. „Es war uns wichtig, dass die Schüler über die Thematik reden konnten“, erklärte Ingeborg Jacoby vom Arbeitskreis das zweiteilige Projekt. Sie führte zusammen mit Charlotte von Olearius und Peter Heinken die Nachbesprechungen durch. Ihnen stand Kriminaloberkommissar Holger von Lübken, Delmenhorst, zur Seite, der über Kleidungsstil, Symbolik und Musik der rechten Szene aufklärte. „Die Rechtsextremen sind optisch zum Teil nicht mehr von den Linksextremen zu unterscheiden. Man muss ganz genau auf bestimmte Sachen achten“, so Jacoby.

Das Stück sei den Schülern nahe gegangen. „Wir wurden gefragt, warum wir so ein krasses Stück gewählt haben und kein fiktives“, berichtete Jacoby, die den Schülern erklärte, dass durch die genaue Wiedergabe deutlich werde, wie rechte Gewalt zu Stande kommen kann. Die Autoren, Psychologe und Dokumentarfilmer Andreas Veiel und Dramaturgin Gesine Schmidt, hätten sechs Monate lang Interviews geführt und die Aussagen eins zu eins in die Dialoge übernommen.

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Aufgeführt wurde das Stück von professionellen Akteuren des Schauspielkollektivs Lüneburg. „Der Kick“ ist nach Aussage des Arbeitskreises nicht nur die Rekonstruktion einer unfassbaren Tat, sondern ermögliche vielmehr eine Diskussion über Gewalt, Fremdenfeindlichkeit, fehlende Zivilcourage und den Umgang mit gewaltverherrlichenden Medien.

Die insgesamt über 200 Jugendlichen der Schulen bezahlten zwei Euro Eintritt. Das restliche Geld stammte vom Präventionsrat der Stadt Wildeshausen, der Kreisjugendpflege des Landkreises Oldenburg und dem Landespräventionsrat aus Hannover. „Im nächsten Jahr wollen wir wieder ein Stück zum Thema Rechtsextremismus anbieten. Dann auch für das Gymnasium, wofür uns dieses Mal noch das Geld fehlte“, sagte Jacoby.

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