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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Meteorologie: „Der Klimawandel lässt grüßen“

07.01.2017

Wardenburg Von links schiebt sich auf dem Computerbildschirm eine grüne Fläche immer weiter vor, verdrängt das vorherrschende Blau. „Das ist die Warmfront, die von Westen kommt und das frostig-kalte Wetter ablösen wird“, erklärt Thomas Bruhn. Der Hobbymeteorologe betreibt seit 20 Jahren eine private Wetterstation in Wardenburg, die mittlerweile technisch hochgerüstet ist.

„Die Computersteuerung war ein Quantensprung“, sagt er. Thomas Bruhn ist mit einer eigenen Website vertreten und mit anderen zertifizierten Stationen über den amerikanischen Anbieter „Weather Underground“ (www.wunderground.com) vernetzt.

Stationen eng vernetzt

Mit einem Klick kann hier jeder Besucher sehen, wie sich das Wetter in den nächsten Stunden entwickeln wird. „Unser Netz ist engmaschiger als das vom Deutschen Wetterdienst – allein im Landkreis gibt es mindestens fünf zertifizierte Wetterstationen“, so Bruhn. Nicht nur Privatleute, auch Versicherungen greifen im Schadensfall – etwa nach Sturmschäden – gelegentlich auf die Aufzeichnungen der Halbprofis zurück.

Schon als Kind war der heute 50-Jährige von Wetterphänomenen fasziniert. Nachdem er 1997 mit einer einfachen Messstation in seinem Garten angefangen hatte, investierte Thomas Bruhn nach und nach in den Ausbau und hochwertigere Geräte. Im Moment stehen eine Wetter-Webcam und ein Sonnensensor auf seiner Wunschliste. Bruhns Frau Petra lacht, als sie das hört. Bisher hat sie noch immer ihr Okay zu den Anschaffungen gegeben, auch wenn ihr Herz nicht für das Hobby ihres Mannes schlägt.

Für Thomas Bruhn beginnt jeder Tag mit dem Blick aufs Wetter. Doch während andere nach draußen gucken, schaut er auf seinen Laptop, prüft Temperatur, Wind, Luftfeuchtigkeit. Eine Stunde täglich, schätzt er, verbringe er sicherlich am Tag damit. Anhand seiner Aufzeichnungen erkennt er Abweichungen vom langjährigen Durchschnitt – etwa bei den Temperaturen 2016. „Die Durchschnittstemperatur im vergangenen Jahr lag ein Grad höher als im langjährigen Mittel“, weiß er. Das langjährige Mittel, erklärt Bruhn, erhebe der Deutsche Wetterdienst aus den Daten der vergangenen zehn Jahre. Und das liege bei 9,3 Grad. „Die Erderwärmung lässt grüßen – ganz eindeutig“, ist sein Fazit. „Der Sommer war keineswegs wärmer als in den Vorjahren. Es wird insgesamt milder, das lässt die Durchschnittstemperatur steigen.“ Und auch die stärkeren Extreme nehmen zu, die Wetterlage sei nicht mehr so konstant wie früher.

Ist auch der Sturm in der vergangenen Woche ein Wetterextrem gewesen? Bruhn lehnt sich zurück und lacht. „Der war für Norddeutschland völlig normal.“ In Norddeutschland wisse doch jeder, „dass es hier auch mal ein bisschen stürmischer werden kann“. Es gebe mittlerweile einen Trend, lieber zu häufig als einmal zu wenig zu warnen, hat Bruhn festgestellt. „Da besteht aber die Gefahr, dass die Leute diese Sturmwarnungen irgendwann nicht mehr ernst nehmen.“

Zu viele Warnungen

Von Bauernregeln hält Bruhn, der von Beruf Gärtner ist, übrigens nicht viel. „Natürlich lässt sich anhand der Wolkenbildung vieles ablesen – ob eine Gewitterfront naht oder ob es windig wird beispielsweise. Aber wenn es im Herbst viele Früchte gibt, heißt das nur, dass es im Frühjahr mild war und die Blüten nicht verfroren sind. Rückschlüsse auf einen langen Winter lässt das nicht zu“, zeigt er sich pragmatisch.

Und wie wird die Grillsaison im Sommer? „Wetterprognosen über einen so langen Zeitraum sind nicht seriös“, wehrt er ab. Aber dass es in den nächsten Tagen wärmer wird, davon ist er überzeugt.

Die Wetterseite von Thomas Bruhn im Internet:

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     www.wardenburger- 
  wetterstation.eu 
Anke Brockmeyer Redakteurin / Reportage-Redaktion
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