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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

„Der Profit darf nicht im Vordergrund stehen“

28.03.2006

Betr.: Bericht „Anerkennung und Auftrag zugleich“ (NWZ vom 24. März):

Gratulation, Herr Bartels! Als Heim-Geschäftsführer haben sie sicher viel dafür getan, als erstes Haus im Landkreis Oldenburg die begehrte Zertifizierungsurkunde nach DIN EN ISO 9001:2000 vom Deutschen Institut für Qualitätssicherung zu erhalten.

Und erfreulich für alle Heimbewohner ist auch Ihre Erklärung dazu: Mit der Übergabe der Urkunde sei kein Schlusspunkt gesetzt. Qualitätsmanagement sei ein fortlaufender Prozess. Im Mittelpunkt des Handelns müsse stets der pflegebedürftige Mensch stehen.

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Doch da fällt mir spontan eine kürzlich gehörte, mich sehr empörende Behandlung einer Arbeit suchenden Krankenschwester wieder ein, zugetragen in unserem wunderbaren „Hude – zum Malen schön“. Der Arbeitgeber: das DRK-Seniorenzentrum Hude, Am Sonnentau. Die Betroffene: eine junge Frau, die es auf sich nahm, ohne einen Cent Lohn vier Wochen zu arbeiten, bei täglich 200 Kilometer Hin- und Rückfahrt auf eigene Kosten, alles in der Hoffnung, danach im Besitz eines Arbeitsvertrages zu sein. Doch am Ende der Probezeit hieß es dann allerdings: „Wir haben uns für eine Kraft mit Erfahrung entschieden.“ Das hätte man/frau wohl auch schon nach ein bis zwei Wochen erkennen und ihr sagen müssen!

Eine weitere Begebenheit: Schon vor zweieinhalb Jahren wurde die „gleiche Schiene gefahren“. Eine andere Bekannte hatte sich auch beim Huder Seniorenzentrum beworben. Auch sie durfte gleich ein Praktikum absolvieren, auch hier ohne Bezahlung. Nach 14 Tagen ging sie zur Geschäftsleitung und bat schon jetzt um den Vertrag. Sie habe für sich festgestellt, dass ihr die Arbeit im Pflegedienst liege und ihr Freude bereite. Die Antwort der Geschäftsleitung: So geht das nicht. Man müsse schließlich auch allen anderen Bewerbern auf diese Stelle eine Chance geben.

Meine Bekannte hat daraufhin sofort das DRK-Seniorenzentrum verlassen und woanders eine Arbeitsstelle mit Vertrag gefunden.

Anderen Arbeitssuchenden im Pflegedienst in Hude erging es ähnlich, wie mir immer wieder in Gesprächen bestätigt wurde.

Ich frage die Leitung des Huder DRK-Seniorenzentrums, die Herren Bartels und Buck: Kann denn überhaupt ein derart häufiger Personalwechsel für die viel Geld zahlenden Insassen die liebevolle Pflege und Betreuung garantieren?

Menschlichkeit, bestehend aus individueller, liebevoller Betreuung unserer älteren Mitbürger (und Mitarbeiter!) muss das Ziel einer gemeinnützigen Pflegeeinrichtung sein, nicht aber der Profit im Vordergrund stehen.

Erst wenn sich ein Seniorenheim am Standort selber und in der Region einen „Namen“ erworben hat, ist solch ein Qualitätsmerkmal gerechtfertigt.

In diesem Falle bleibt wohl nur festzustellen, „es gibt doch noch Wunder“!

Hella Bisanz

27798 Hude

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