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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Der Verzicht hat viele Gesichter

13.02.2013

Ganderkesee Für die einen ist der Aschermittwoch das Ende der Faschingssession, für andere markiert er den Beginn der Fastenzeit. Für viele ist er beides. Während der rund sieben Wochen bis Ostern üben sich weltweit Millionen von Christen im Verzicht. „Die Fastenzeit mit ihren Entbehrungen ist eine innerliche Vorbereitung auf das Osterfest und soll an die Passion von Jesus Christus erinnern“, sagt Susanne Wöhler, Pastorin in der Kirchengemeinde St. Katharinen in Schönemoor.

Kein Alkohol

„Die Idee ist, auf Dinge zu verzichten, die einem lieb sind“, erklärt die Pastorin. Früher hätten die Menschen auf Fleisch verzichtet. Heute versuchten die Menschen häufig, ohne Alkohol oder Fernsehen auszukommen. „Manche nehmen in der Fastenzeit gar keine Nahrung zu sich – allerdings nicht über die vollen sieben Wochen“, so Susanne Wöhler. Bei allen Entbehrungen gehe es aber nicht um körperliche Dinge wie zum Beispiel Abnehmen. Der Verzicht sei vielmehr spiritueller Natur.

Dr. Andreas Gimbel betreibt eine Hausarztpraxis in Bookholzberg und klärt über die medizinischen Gesichtspunkte des Fastens auf. „Bei der klassischen Variante nimmt der Fastende überhaupt keine Nahrung zu sich“, sagt der Allgemeinmediziner. Dabei sei es wichtig, ausreichend zu trinken. In der Regel würde eine Woche gefastet. Weitere Fastenformen seien Schrotfasten und Saftfasten mit unterschiedlichen Trink- und Trockentagen, an denen im Wechsel Nahrung und Getränke konsumiert werden. „Prinzipiell kann man vorübergehend auf alles verzichten – außer auf ausreichend Flüssigkeit“, sagt er.

Für alle Fastenformen gelte, dass die Person gesund sein muss. „Menschen die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten vor dem Fasten in jedem Fall einen Arzt konsultieren“, so Andreas Gimbel. Das betreffe besonders Menschen, die Probleme mit ihrem Blutdruck oder Blutzucker haben.

Die berufliche Leistungsfähigkeit sieht der Mediziner nicht beeinträchtigt. „Es gibt viele Menschen, die durch das Fasten viel aufmerksamer sind“, erklärt er.

Fasten und Sport

Die Frage, ob Sport und Fasten harmonieren würden, beantwortet Manfred Helmes „mit einem ganz klaren Nein“. Für den stellvertretenden Leiter des Lauftreffs Ganderkesee passen Sport und Fasten nicht zusammen. „Wenn die Läufer sich auf Frühlingswettkämpfe vorbereiten, können sie nicht fasten.“ Er habe es in 25 Jahren nicht erlebt, dass einer der Läufer in seinem Verein gefastet hätte. Dafür seien zum Beispiel Kohlenhydrate viel zu wichtig für die Wettkampfvorbereitung.

Dass sich das Fasten nicht auf die Ernährung beschränken muss, beweist Andreas Gimbel. „Ich habe auch schon vier Wochen auf Meckern verzichtet – das kam zu Hause sehr gut an“, sagt er.

Matthias Geusen Volontär / NWZ-Redaktion
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