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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Die Druckwelle wirkt nach

15.12.2010

HUDE Die Bombensprengungen im August dieses Jahres haben (finanzielle) Nachwirkungen für die Gemeinde Hude: Die Cemex Kies & Splitt GmbH, auf deren Gelände am Barkemeyersweg zwei in Hemmelsberg gefundene Torpedo-Minen am 16. und 25. August gesprengt wurden, hat Schadenersatz angemeldet. Auf 6790,54 Euro belaufen sich die Forderungen zum Ausgleich von Schäden, die in Folge der kontrollierten Sprengung durch Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes auf dem Betriebsgelände entstanden waren. Die Sprengmeister hatten die gefährlichen Funde in einer Sandgrube zur Detonation gebracht.

Die Gemeinde Hude erkennt den Anspruch von Cemex an. Die Firma hatte sich damals bereit erklärt, ihr Gelände zur Verfügung zu stellen. Der Rat wird die außerplanmäßigen Mittel zum Schadensausgleich am Donnerstag bewilligen.

Die beiden aus dem Zweiten Weltkrieg stammenden und von Soldaten der Wehrmacht in den letzten Kriegswochen an der Bremer Straße verbuddelten Torpedo-Minen, die den Vormarsch der Alliierten stoppen sollten, waren bei Arbeiten zur Verlegung von Leerrohren für die Breitbandverkabelung im Ortsteil Hemmelsberg gefunden worden. Die Gemeinde Hude hatte die Sprengungen der jeweils mit rund 200 Kilogramm Sprengstoff bestückten Minen in ihrer Funktion als Gefahrenabwehrbehörde in Absprache mit der Polizei veranlasst. Für den Kampfmittelbeseitigungsdienst war die nahe gelegene Sandgrube ein Glücksfall. Der Sand dämpfte die Wirkung der Minen erheblich.

Gleichwohl sind durch die Druckwellen Schäden „in erheblichem Umfange“ in einem Umkreis von bis zu zwei Kilometern entstanden, so Fachbereichsleiter Uwe Schubert. So seien Fensterscheiben zu Bruch gegangen und Dachziegel beschädigt worden. Auch in der Heilig-Geist-Kapelle in Wüsting wurde ein Buntglasfenster in Mitleidenschaft gezogen. Insgesamt seien in zehn Fällen Ansprüche angemeldet worden, berichtete Schubert.

Die Gemeindeverwaltung geht davon aus, dass das Land Niedersachsen als Grundstückseigentümer der Fundorte an der Landesstraße 868 haftbar gemacht werden kann. „Wir warten noch auf eine schriftliche Bestätigung aus dem Niedersächsischen Innenministerium“, erläuterte Schubert. Die Ansprüche sollen „baldmöglichst“ befriedigt werden. Ziel sei es, dass die Betroffenen noch vor Weihnachten eine Mitteilung aus dem Rathaus erhalten.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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