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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Tag Gegen Schlaganfall: Die neue Situation akzeptieren und Hilfe annehmen

10.05.2016

Ganderkesee An diesem Dienstag ist der Tag gegen den Schlaganfall. Ein Thema, das jeden betreffen kann. Denn ein Schlaganfall passiert meist unerwartet und kündigt sich nicht vorher an. Auch ein gesunder Lebensstil ist keine Garantie dafür, keinen Schlaganfall zu erleiden. Darauf soll der heutige Tag aufmerksam machen und für das Thema sensibilisieren.

tag gegen den schlaganfall

Im Jahr 1999 wurde der Tag gegen den Schlaganfall durch die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ins Leben gerufen.

Das Netzwerk der Stiftung besteht aus 460 Selbsthilfegruppen, 190 Regionalbeauftragten und über 250 Schlaganfall-Spezialstationen (sogenannte Stroke Units).

270 000 Menschen erleiden jährlich in Deutschland einen Schlaganfall. Damit ist dies die dritthäufigste Todesursache.

Marion Allstedt gründete die Gruppe in Ganderkesee im August 2005. Seit 2011 haben Heidi Ruge, Beate Thiemann und Jochen Busch die Leitung. Elf Betroffene und sieben Angehörige sind dabei. Das jüngste Mitglied ist 45, das älteste 80 Jahre alt.

Die Treffen sind alle zwei Wochen dienstags, 14 Uhr, im Wohnpark am Fuchsberg, Adelheider Straße 23, in Ganderkesee. Interessenten können sich bei bei Heidi Ruge unter Telefon   0 42 22/89 70 anmelden.

Bereits seit 2005 trifft sich alle zwei Wochen die Schlaganfall-Selbsthilfe-Gruppe in Ganderkesee, in der Betroffene und Angehörige ihre Erfahrungen austauschen. Einer davon ist Jochen Busch.

Am 28. Juni 2006 erlitt Jochen Busch einen Schlaganfall. Mit 45. Es folgte etwas mehr als ein halbes Jahr in der Reha, im Februar 2007 konnte der Ganderkeseer wieder nach Hause. Doch das Leben war nicht wie vorher.

Busch sitzt seitdem im Rollstuhl und ist auf Hilfe angewiesen: „Hilfsgegenstände zu benutzen und Hilfe anzunehmen fällt zunächst schwer, da man sich vorher eingestehen muss, dass man gewisse Dinge nicht mehr selbst erledigen kann“, erklärt Busch die Zwickmühle, in der Patienten oft stecken. Die Hemmungen hat er mittlerweile jedoch abgelegt. Dennoch versucht er, die Dinge zunächst selbst zu erledigen, bevor er nach Hilfe fragt.

Und mittlerweile bietet er selbst Hilfe an: In dem Altenheim, wo sich die Selbsthilfe-Gruppe immer trifft, erklärt er den Senioren, welche neuen Hilfsgegenstände für den Alltag auf dem Markt sind. Die Informationen dazu beschafft sich Busch aus dem Internet: „Ich habe mich beim Berufsförderungswerk in Bookholzberg am PC weiter gebildet“, berichtet der 55-Jährige.

Zeit dazu hat er genug, denn der gelernte Koch wurde mit 45 in Frührente geschickt. Trotz Bemühungen, wieder Arbeit zu finden, signalisierten ihm die Ämter, dass sie keine Möglichkeit sehen, ihn wieder in die Arbeitswelt zu integrieren. „Ich wurde in der Luft hängen gelassen, das ist sehr schade“, zeigt sich Busch enttäuscht. Erschwerend hinzu kam, dass er mit einem Drittel seines vorherigen Gehalts auskommen muss.

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Rückhalt gab ihm in dieser Zeit seine Familie: „Meine Frau Gunda und meine Kinder gehen sehr gut mit dem Thema um und halten zu mir“, betont Busch. Keine Selbstverständlichkeit: Busch weiß von vielen Patienten, mit denen er im Krankenhaus lag, dass sich später die Frauen von ihren Männern getrennt haben.

Seine Frau begleitet ihn jedoch zu den Treffen der Selbsthilfegruppe. Bei diesen lernten beide die verschiedenen Krankheitsbilder kennen, die ein Schlaganfall hervorrufen kann. Dieser Einblick in das Thema half dem Ehepaar, besser mit der Krankheit umzugehen. Mittlerweile hat Busch seine Krankheit angenommen und akzeptiert, dass er einige Dinge nicht mehr kann: „Dennoch kann ich auch im Rollstuhl am Leben teilhaben. Es ist zwar ein Schwieriges, doch es ist noch ein Leben.“

Nils Coordes Redakteur / Newsdesk
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