• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

GEWERBEGEBIET: „Die Planung ist nur noch ein Ärgernis“

22.09.2009

HOCKENSBERG Die Kosten zu hoch, der Bedarf fraglich, die Abneigung der Anlieger immens: Diese Faktoren haben die große Mehrheit des Dötlinger Rates dazu bewogen, endgültig ein mögliches Industrie- und Gewerbegebiet Hockensberg von der Agenda der Politik zu streichen (die NWZ berichtete). „Die Planung für Hockensberg ist nur noch ein Ärgernis. Es ist an der Zeit, es zu beseitigen“, meinte SPD-Fraktionschef Rudi Zingler. FDP-Kollege Claus Plate nannte das Dreieck zwischen Bundesstraße 213, Kreisstraße 237 und Gemeindestraße Brakland gar eine „1z-Lage“. Nicht nah genug an der Autobahn, Verlust von landwirtschaftlichen Flächen und das Landschaftsschutzgebiet Altonaer Mühlbachtal nannte er als Gründe.

Bereits aus den achtziger Jahren stammt die Idee. Seinerzeit wurde ein interkommunales Gewerbegebiet mit Prinzhöfte und Wildeshausen angedacht. Prinzhöfte wurde Realität, Hockensberg blieb ein Gedanke. „Wir können es uns nicht leisten“, so Zingler, ein kostendeckender Verkaufspreis sei nicht möglich. Für die Bruttofläche von insgesamt 30 Hektar wären nach Angaben der Gemeinde Dötlingen rund 3,5 bis 4 Millionen Euro zu investieren gewesen. Ein zu hohes Risiko, waren sich SPD, FDP, Klaus-Walther Löhlein und Teile der CDU einig.

Zudem verwiesen sie auf den „bisher sehr zögerlichen“ Verkauf von Flächen in Neerstedt-Süd. Hier stünden der Kommune zunächst für längere Zeit genügend Gewerbeareale zur Verfügung. Claus Plate erinnerte zudem an die vielen Flächen rundherum in der Region. Die Gemeinde müsse vielmehr einen Schwerpunkt darin setzen, die ansässigen mittelständischen Unternehmen zu pflegen und zu unterstützen. Sie seien auch in der Ausbildung aktiv, betonte der Liberale.

Jens Heinefeld (CDU) stimmte dem Kompromiss „schweren Herzens“ zu. Er kritisierte, dass sich einige Ratsmitglieder ursprünglich aus dem „unangenehmen Bereich der Gewerbegebiete“ vollkommen verabschieden wollten. „Das ist eine Pflichtaufgabe, da müssen wir etwas machen“, so Heinefeld. Den Hinweis der SPD auf Biogasanlagen, die zwischenzeitlich Natur und Landschaft zusätzlich belasten würden, beurteilte der Christdemokrat als „abenteuerlich“. So günstig werde die Gemeinde an keine Fläche mehr herankommen, sagte er. Prinzhöfte habe es einfach gemacht, „und die haben alle Flächen verkauft“.

Minderheitenvotum von Niehoff und schwarting

Mit Nein votierten die CDU-Ratsherren Torsten Schwarting und Wilhelm Niehoff. Beide halten die Aufgabe der Planung in Hockensberg für einen Fehler.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den NWZ-Wirtschafts-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Niehoff sprach davon, dass im Vorfeld selten ein Thema so intensiv und kontrovers diskutiert worden sei, auch in der eigenen Fraktion. Ihn störe besonders, das bereits vor langen Jahren viel Geld investiert worden sei. Der Gemeinde gehören bereits rund sechs Hektar in dem Gebiet. Er warnte davor, in Dötlingen allein auf Naherholung zu setzen. „Wir müssen Arbeitsplätze schaffen, die erreichbar sind für unsere Bürger“, so Niehoff mit Blick auf steigende Energiekosten. Ohne Not würden die Pläne in Hockensberg aufgegeben. Er lehnte eine „Kirchturmspolitik“ ab, die darauf vertraue, dass andere in Gewerbeflächen investieren.

Schwarting lehnte ebenfalls die Vorlage ab. Er schloss sich den Ausführungen Niehoffs an.

Ulrich Suttka Kanalmanagement / Redakteur
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2077
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.