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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Dieser Transit ist nicht auf der Durchreise

17.10.2013

Hude Mike Kunz hat sein Herz an Gambia verloren. 2012 nahm er zusammen mit seinem Freund Tammo Meyer von Hude aus an der Spendenrallye Dresden-Dakar-Banjul teil. 7500 Kilometer legten sie innerhalb von vier Wochen auf Straßen, Schotter und Sand zurück. Rund 1,8 Tonnen an Hilfsgütern brachten sie bis in Gambias Hauptstadt Banjul, wo am Ende ihr Fahrzeug, ein Mercedes-Transporter mit selbst konstruiertem Kofferaufbau, für wohltätige Zwecke versteigert wurde. „Nach so einem Trip sieht man die Dinge mit anderen Augen“, weiß Kunz.

Die Benefiztour will der 42-Jährige nun wiederholen, voraussichtlich am 6. oder 7. Februar 2014 geht es los, gestartet wird wieder in Hude. Anschluss an den Rallye-Konvoi gibt’s wieder erst in Marokko. Sein Mitstreiter auf der durch sieben Länder und zwei Kontinente führenden Reise ist diesmal der Huder Zahnarzt Dr. Andreas Hein, der vor zwei Jahren schon zu den Hauptsponsoren gehörte. Mit ihm ist Mike Kunz seit vielen Jahren befreundet.

Das Fahrzeug steht schon bereit: Kunz hat den weißen Ford Transit, Baujahr 2003, von den Bremer Stadtwerken übernommen. 150 000 Kilometer hat der Transporter auf dem Tacho und „ist noch gut in Schuss“, berichtet Kunz. Der gelernte Lkw-Schlosser und Betreiber eines Nutzfahrzeughandels in Tweelbäke hat den Ford bereits für die Tour, die zum Teil „offroad“ durch die Wüste und über Sahelpisten führt, mit Unterbodenschutz für den Motor und Zusatztank präpariert. Anders als beim Vorgängerfahrzeug, das in knallorangener Lackierung unter dem Beinamen „Gelber Engel“ für Aufsehen sorgte, verzichtet Kunz diesmal auf Signalfarbe: „Weiß fällt auch auf“, ist er überzeugt. Den Ford haben Hein und er „Weißer Engel“ getauft.

Für die beiden Freunde spielt natürlich die Abenteuerlust eine Rolle, im Vordergrund steht aber der Gedanke, helfen zu wollen. Dass die 2012 verteilten Spenden sinnvoll eingesetzt werden, davon hat sich Mike Kunz im März dieses Jahres selber vor Ort in Gambia überzeugt. Er war unter anderem beim Fußballverein Dolphins F. C. zu Gast, der Jugendliche von der Straße holt und den Spielern die oftmals einzige Mahlzeit des Tages ermöglicht. Kunz freut sich, dass Bundesligist Werder Bremen ihm erneut die Zusage gegeben hat, Ausstattung von Trikots bis zu Bällen zu spenden. Außerdem war Kunz zur Stippvisite beim Kundembo-Projekt der Dresden-Banjul-Organisation in Gunjur, bestehend aus einer Krankenstation, einem Ausbildungs- und Aidsaufklärungszentrum und dem Haus des Frauenhilfsprojekts „Shelter Gambia“. Nur Uschi Heim, die unter dem Namen ihrer Heimatstadt „Meschede“ drei Kindergärten betreibt, konnte Kunz nicht mehr besuchen, weil der Diesel knapp wurde.

Das wollen Andreas Hein und er im Februar nachholen – und am Ziel der Tour in Banjul ihren Ford Transit wieder mit den anderen Rallye-Fahrzeugen versteigern lassen.

Mike Kunz freut sich, dass erste Sponsoren aus 2012 wieder mit an Bord sind. Weitere Unterstützer und Spender sind gerne gesehen – sie werden mit ihren Logos auf dem Fahrzeug abgebildet werden. Interessierte können sich unter Telefon   0172/43 22 85 8 an Mike Kunz wenden. Ab dem kommenden Montag soll auch die Internetseite aktualisiert sein.


  www.hude-africar.de 
Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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