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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

200 Nistkästen Installiert: Golfplatz in Dingstede ist wertvoller Lebensraum

27.11.2019

Dingstede Der Nabu Hatten hat sein im Vorjahr begonnenes Projekt auf dem Gelände des Golfclubs Oldenburger Land in Dingstede zum Abschluss gebracht. Nachdem die Amphibientümpel bereits im letzten Winter freigelegt werden konnten, stand zur weiteren ökologischen Aufwertung des großen Geländes noch das Anbringen von 200 Nistkästen an.

„Ursprünglich war geplant, dass die Kästen für verschiedene Singvogel- und Fledermausarten schon vor der diesjährigen Brutsaison aufgehängt werden“, berichtet Wolfgang Riemer vom Hatter Nabu. Das klappte nicht, weil die Lieferfirma nicht rechtzeitig liefern konnte. Am letzten Samstag lief es dann aber wie am Schnürchen. Nach einem festgelegten Plan waren vorher auf dem Gelände viele Depots angelegt worden, damit die Kästen nicht über das ganze Gelände geschleppt werden mussten.

Alle Kästen nummeriert

In einer gut vorbereiteten Gemeinschaftsaktion von Mitgliedern des Golfclubs und Aktiven des Nabu Hatten wurden die Kästen an die Bäume gebracht. Der Zuspruch vom Golfclub und vom Nabu war so groß, es beteiligten sich mehr als 20 Helfer, dass der Arbeitseinsatz schon nach weniger als drei Stunden beendet werden konnte. Um die Bruterfolge später besser dokumentieren zu können, waren alle Kästen vorher nummeriert worden.

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Finanziert wurde dieses Projekt von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, wofür sich der Golfclub Oldenburger Land und der Nabu Hatten herzlich bedanken.

Ein Golfplatz als Biotop, das macht spätestens beim Blick auf die Größenverhältnisse Sinn: 65 Hektar ist das Gelände des GC Oldenburger Land, unweit des Dorfes Dingstede, groß. Lediglich fünf Hektar werden für den Spielbetrieb bewirtschaftet. Der große Rest kann ein idealer Lebensraum für Vögel und Amphibien sein, ist die Nabu-Ortsgruppe Hatten überzeugt.

Bingo ermöglicht Projekt

Tümpel und Teiche sind wichtige Lebensräume für Amphibien, die wechselwarmen Land- und Wasserlebewesen brauchen allerdings unbedingt Sonne zum Überleben – deshalb wurden die Teiche und Tümpel noch in der kalten Jahreszeit freigelegt. Anfangs versuchten Naturschützer und Golfer, aus eigenen Kräften einen Teich am Loch zwei wieder freizulegen – und scheiterten an den Schwierigkeiten. Über die Niedersächsische Bingostiftung konnte der Nabu dann 12 000 Euro für professionelle Hilfe erhalten. Die finanzielle Unterstützung machte es möglich, dass Anfang des Jahres Fachleute der Hunte-Wasseracht das Freilegen der Gewässer übernahmen.

Nach Angaben von Dr. Reinhard Holländer, von Beruf Mikrobiologe und Vizepräsident des Golfclubs, sind etwa 30 Tümpel 1997/1998 während des Modellierens des Golfplatzes entstanden und über die Jahre immer mehr zugewachsen. Welches große Potenzial die Anlage als Lebensraum für Amphibien, aber auch Vögel, besitzt, spielte zu der Zeit allerdings keine Rolle. Holländer war auch jetzt als Helfer dabei, als die 200 Nistkästen aufgehängt wurden. Schon vor mehr als acht Jahren hatte er begonnen, Flora und Fauna auf dem Gelände zu erfassen. „Turmfalke und Waldkauz, Gelbspötter, Kuckuck und Teichrohrsänger sind hier heimisch. Turteltauben, Singschwäne und diverse Spechte schauen immer mal wieder als Gäste vorbei.“

Unter den Nistkästen befanden sich auch Modelle, die speziell für Fledermäuse gedacht sind. Wie gut die Nisthilfen angenommen werden, wird sich im Herbst 2020 zeigen. Dann werden Freiwillige des Nabu nach der Brutsaison das Säubern der Kästen übernehmen. „Anhand der Federn, Pflanzenreste und anderer Rückstände lässt sich gut bestimmen, wer dort genistet hat“, so Riemer.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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