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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Dötlingen bleibt eine Exxon Mobil-Gemeinde

22.02.2011

DöTLINGEN Auch wenn die Tage des Erdgasspeichers in Dötlingen gezählt sind: Der Standort am Poggenpohlsmoor bleibt erhalten. „Und das langfristig“, wie Norbert Stahlhut von ExxonMobil betonte. Das war am Montag die zentrale Botschaft eines Pressegesprächs des Konzerns auf dem Industriekomplex im Grünen, an dem auch Dötlingens Bürgermeister Heino Pauka teilnahm. Selbst bei der Zahl der Mitarbeiter werden sich keine grundlegenden Veränderungen ergeben, hieß es. Es bleibe bei rund 60 Beschäftigten, allerdings in einer anderen Zusammensetzung als derzeit.

Wie berichtet, hat Storengy Deutschland, eine Tochter des Energieriesen GDF Suez, vor kurzem das Erdgasspeichergeschäft der ExxonMobil Gasspeicher Deutschland GmbH (EMGSG) übernommen. Dazu zählt auch die technische Betriebsführung der Speicheranlagen, die zurzeit noch von der ExxonMobil Production Deutschland GmbH (EMPG) wahrgenommen wird. Künftig wird Storengy Mieter auf dem Dötlinger Gelände sein und von hier aus mit Mitarbeitern die Betriebssteuerung und Instandhaltung der Erdgasspeicher in Harsefeld, Uelsen und Lesum vornehmen.

Zudem wechselt Personal der EMPG von Schneiderkrug nach Dötlingen. Das berichtete Dieter Brüggmann von der Exxon. Es handelt sich um die Abteilungen Unter-Tage-Geschäft (Bohrungen) sowie Pipeline/Kompression. Sie sind bis Ende 2011 noch als Mieter bei der Gasunie in Schneiderkrug ansässig, dann kommt der Wechsel nach Dötlingen.

Stahlhut wies auf die seit vielen Jahren gewachsene Partnerschaft mit der Gemeinde Dötlingen hin. „Wir arbeiten gut zusammen. Das hat eine Perspektive“, so Stahlhut. Heino Pauka bestätigte, dass der Konzern die Gemeinde auf die Veränderungen gut vorbereitet und sich stets als verlässlicher Partner erwiesen habe. So sei die Gemeinde frühzeitig über die anstehenden möglichen Veränderungen informiert worden. Unter anderem hatte Stahlhut im Verwaltungsausschuss die Politik informiert. Schon seit einem Jahr habe man sich mit dem Einbruch bei der Gewerbesteuer im Haushaltskonsolidierungsausschuss beschäftigt. Exxon war stets der mit Abstand größte Gewerbesteuerzahler der Kommune.

Er sehe die Aufgabe des Erdgasspeichers mit einem weinenden Auge, gestand Pauka. Aber für die Gemeinde sei es gleichzeitig eine ganz wichtige Aussage, dass ExxonMobil am Standort Dötlingen bleibe und eine Perspektive aufzeige. „Wir sind hocherfreut über die aktuelle Entwicklung“, äußerte der Bürgermeister seine Erleichterung darüber, dass der Standort erhalten bleibt.

Wirtschaftliche Gründe nannte Exxon für die Aufgabe des Speichers. Zuletzt konnte nur noch deutlich weniger Gas aus der geologischen Formation des Buntsandsteins entnommen werden. Das Wasser konnte nicht mehr so zurückgedrückt werden, dass der Speicher voll genutzt werden konnte. Seit neun Monaten beschäftigte sich eine Projektgruppe mit den Alternativen. Auch Preiseinbruch und Überangebot am Gasmarkt hätten mit zur Aufgabe des Speichers geführt. Bis Frühjahr 2012 soll er leer sein.

Ulrich Suttka
Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2702

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