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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Lopshof ermöglicht Auszeit vom Alltag

23.01.2018

Dötlingen Leise blubbernd wabern die bunt angestrahlten Blasen durch die Wassersäule, die kleine Diskokugel wirft Lichteffekte durch den sonst dunklen Raum, auf einer Wand dreht sich der Sternenhimmel. „Es ist wie eine Märchenwelt. Wenn man hier reinkommt, wird ein Schalter umgelegt“, schwärmt Marita Tzschoppe, Assistentin der Geschäftsführung und bei der Norle zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit.

Und genau für diesen Zweck ist der Snoezelen-Raum auf dem Lopshof der Norle in Dötlingen gedacht. Das Wort stammt aus dem Niederländischen und wird aus den Verben „snuffelen“ (kuscheln, schnuffeln) und „doezelen“ (dösen) gebildet.

Hier sollen die Klienten, die im Familienentlastenden Dienst von den Mitarbeitern betreut werden, entspannen und zur Ruhe kommen. „Der Raum besteht aus Sitz- und Liegemöglichkeiten, die in weiß gehalten sind“, erläutert Saskia Proft, die als Koordinationskraft Pädagogik auch schon mit den Klienten mit Behinderung die Ruhe im Raum genossen hat. Dass die Sitzsäcke, Matratzen und Liegeinseln weiß sind, ist wichtig, um den Raum reizarm zu halten. Denn die Reize sollen durch die Lichtelemente und später auch durch Düfte gesetzt werden, sagt Proft.

„Die Lichtelemente können verschieden kombiniert werden, so dass es für den jeweiligen Besucher entspannend und angenehm ist“, erläutert Proft. Bis zu sechs Personen können gleichzeitig Ruhe und Entspannung erleben. Die kleinen Auszeiten vom Alltag werden den Bewohnern und Klienten individuell angeboten.

„Das ist ein I-Tüpfelchen für den Familienentlastenden Dienst“, weiß Marita Tzschoppe. Gerade für Menschen, die häufig krampfen, wäre der Raum mit den Licht- und Musikeffekten ideal zur Entspannung. Problematisch könnten die Lichter jedoch für Epileptiker werden – deswegen nutzen die Klienten den Raum auch nie alleine, sagt Saskia Proft. Die Entspannung unterstützen die Mitarbeiter des Lopshofs häufig noch durch sogenannte Traumreisen: Geschichten, mit denen die Klienten mental auf eine Reise gehen.

Möglich wurden Sitz- und Liegemöglichkeiten, Lichteffekte, die Musikanlage und weitere Details durch die Unterstützung der Spendenaktion „Glückspfennig“. 3500 Euro kamen dank der Mitarbeiter von Airbus Operations zusammen. Denn diese spenden die Cent-Beträge ihrer Nettobezüge – und der Konzern verdoppelt den Betrag. „Im Schnitt kommen so 50 Cent pro Mitarbeiter pro Monat zusammen“, sagt Michael Wolf, der die Spendenaktion am Standort Bremen koordiniert.

Zweimal im Jahr wird Kassensturz gemacht, seit dem Beginn der Aktion im Jahr 2000 wurden schon fast 1100 Initiativen mit über vier Millionen Euro unterstützt, bilanziert Wolf. Dabei werden Einrichtungen unterstützt, die in der Nähe der Firmen-Standorte liegen und sich entweder karitativ oder gemeinnützig engagieren. „Wir wollen die Dinge ein klein wenig verbessern“, so Wolf im Namen der Mitarbeiter.

Mit den Spenden allein war der Raum nicht finanziert, der Lopshof musste selbst noch in den Raum investieren. Eine Ausgabe, die sich laut Saskia Proft und Marita Tzschoppe in den knapp vier Wochen seit der Einweihung kurz vor Weihnachten gelohnt hat und weiter für schöne Stunden sorgen soll.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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