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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Gastronomie In Dötlingen: Bewirtungsstopp auf dem Honig-Hof?

21.07.2018

Dötlingen Viel wird darüber geredet. Viel wird von Besuchern gelobt, aber es gibt auch kritische Töne, wenn es um den „Honig-Hof“ von Fred Klockgether und Frau Liudmila geht, der abseits des Heideweges zwischen Dötlingen und dem Ortsteil Busch mitten im Landschaftsschutzgebiet liegt.

Mit dem schönen langanhaltenden Sommerwetter hat sich der Honig-Hof gerade für Radwanderer, aber auch Spaziergänger zu einem Ziel gemacht, das nahezu ideal am Wanderweg entlang der Hunte von Wildeshausen nach Dötlingen liegt. Schon früher wurde der Weg viel genutzt, um im Lopshof-Café einzukehren und das Dorf zu besuchen.

Selbstbedienung

Von dem neuen Ausflugsziel hatte auch die Großenkneter Gästeführerin Ingrid Kuhlmann gehört. Mit einer 44-köpfigen Gruppe besuchte sie am Donnerstagabend den Honig-Hof. Im Gepäck mitgebrachtes Essbares. Die Getränke konnten auf dem Hof gekauft werden. Alles mit Selbstbedienung. Von einer Gastronomie will Klockgether deshalb nichts wissen.

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Die Leute kämen, hielten an, nutzten den so genannten Thinghügel, genießen die Landschaft, schauen in „De Hexenstuuv“ nach Honig, Kosmetik, Kräutern und allem, was mit der Imkerei zu tun hat. Im Obergeschoss in „De Zeidlerklause“ stehen Tisch und Stühle, wird Wegzehrung, Speis und Trank auf Nachfrage in Selbstbedienung verkauft, wie es Klockgether darstellte.

Außerdem kann sich im Kräutergarten und auf dem 6000 Quadratmeter großen Hofgelände über die Imkerei oder auf der Ackerfläche, die zusammen mit dem Landvolk als Schaufläche angelegt wurde, informiert werden. Hinter allem steht die „Honighof-Gesellschaft zur Förderung der Biodiversität und Bestäubervitalität mbH“.

Sie wird beschrieben als Imkerei mit Informationspark für Biodiversität und Nachhaltigkeit. Dazu gehören ein öffentlicher Picknick-Platz und Toiletten, die die ganze Woche jedem zur Verfügung stehen. „De Zeidlerklause“ sieht Klockgether als Schulungsraum und Schutz bei schlechtem Wetter – ohne Gastronomiezwang.

Schon früher hatte an dem Standort zum Beispiel eine Fischzucht versucht, einen Verkauf von Produkten zu starten. Sie wurde vom Landkreis gestoppt. Und auch diesmal werden Verkauf und Bewirtung von der baurechtlichen Seite durch den Landkreis kritisch beäugt. Nicht zuletzt auch, weil es Beschwerden hinsichtlich des Betriebes gibt, wie der Redaktion bekannt ist.

Während die Gemeinde Dötlingen das Objekt als solches im Hinblick auf Imkerei, Information und Tourismus grundsätzlich durchaus positiv sieht, wie Ulrike Hollmann vom Bauamt auf Nachfrage am Freitag auch in Abstimmung mit Bürgermeister Ralf Spille bestätigte, gibt es eine baurechtliche Seite. Geregelt wird dort auch das Betreiben im Hinblick auf Bewirtung.

Die Frage ist nun: Darf der Betreiber hier Gäste bewirten oder nicht? Für Fred Klockgether keine Frage: „Ich habe eine Schankkonzession von der Gemeinde.“ Von der Gemeinde hieß es dazu, dass derartige Anträge an den Landkreis weitergereicht werden. Dort werde dann wiederum nach der baurechtlichen Lage entschieden. Damit schließt sich der Kreis.

Berufsimkerei

Peter Nieslony, Leiter des Bauordnungsamtes, erklärte auf Nachfrage: „Baurechtlich gesehen ist keine Bewirtung möglich.“ Ins Jahr 2013 würden die ersten Gespräche zurückreichen. Damals sei die Rede von einer Berufsimkerei gewesen. „Genau wie die Landwirtschaft fällt das unter die Privilegierung im Außenbereich“, sagte Nieslony. Ab einer bestimmten Anzahl von Bienenvölkern könne von beruflicher Imkerei gesprochen werden. Dazu gehört auch die Entwicklung von Honigprodukten und die Vermarktung dieser Produkte. „Nicht mehr und nicht weniger“, so der Bauordnungsamtsleiter. Von Bewirtung sei da nicht die Rede. „Mittlerweile hat der Honig-Hof aber eine Entwicklung genommen, die nicht mehr zulassungsfähig ist. Eine beantragte Schankgenehmigung bei der Gemeinde führte schließlich dazu, diesem Sachverhalt nachzugehen.“

Vor Ort gab es einen Feststellungstermin. Der Kreis hat darauf eine Anhörung an den Betreiber verschickt. Eine Antwort steht noch aus. „Passiert nichts, wird der Landkreis mit einer Verfügung die Bewirtung untersagen, da dies nicht der Teil der Privilegierung ist“, ließ der Bauordnungsamtsleiter durchblicken. So schreibe es das Baurecht vor. Wer dort Pause mache und selbst Wegzehrung mitbringt, darf sie weiter verzehren.

Die geschaffenen Parkflächen seien, so Nieslony, dagegen Teil der Genehmigung, da ein Lehrpfad und Kräutergarten sowie Informationen zur Imkerei angeboten werden. Deshalb müssten Parkflächen vorgehalten werden.

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