• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Anbauvarianten im Vergleich

25.06.2019

Dötlingen Für den Verbraucher ist die Sache klar. In den Markt gehen, Getreide-Produkte aussuchen, kaufen und verbrauchen. Doch der Weg vom Acker ins Verkaufsregal ist lang und hängt von vielen Faktoren ab. Wie der Landwirt sein Getreide, Mais und Kartoffeln anbaut, das konnten Interessierte am Sonntag auf der Demofläche am Heideweg in Dötlingen erfahren. Dort informierte das Landvolk Dötlingen über Entscheidungsprozesse bei der Ansaat und Faktoren wie Wasser, Boden und auch Pflanzenschutz. Rund 40 Gäste nutzten das Angebot.

Die Landwirte hatten verschiedene Kulturpflanzen mit unterschiedlichen Anbauvarianten schon vor Wochen angelegt. „Die Besucher kommen nicht in Massen, die aber, die sich informieren wollen, fragen dann auch sehr genau“, so Lara Stuhr und André Schröder-Brockshus, die im Gespräch mit Christiane und Michael Schwarzwald zwischen den Kulturen aus Kartoffeln und Getreide standen.

Dabei waren die Kulturen jeweils einmal ohne Düngung und Pflanzenschutz ausgebracht worden. Auf dem nächsten Abschnitt mit Gülledüngung, aber ohne Pflanzenschutz und im dritten Bereich nach „guter fachlicher Praxis“ mit angepasster Düngung und angepasstem Pflanzenschutz.

Am Beispiel des Winterweizens wurde der Unterschied besonders deutlich. „Er ist eine eher anspruchsvolle Kulturpflanze. Deshalb sieht man auch in dem Abschnitt ohne Düngung und Pflanzenschutz, dass die Pflanzen kümmern“, so André Schröder-Brockshus. Mit Gülledüngung sieht der Zustand des Getreides etwas besser aus. Aber erst bei angepasster Düngung und Pflanzenschutz steht ein entsprechender Ertrag an. So wie beim Weizen ist es auch bei den anderen Getreidearten. „Setzt man auf die ökologische Düngung mit Gülle und ohne Pflanzenschutz, sind nicht die Erträge zu erreichen wie bei guter fachlicher Praxis“, ergänzte Lara Stuhr.

Dennoch würden sich viele Menschen für diese Anbauart aussprechen. Ein Getreidefeld mit Kornblumen sehe auch ein Stück gut aus, war zu hören. Das Unkraut darin, das auf den fehlenden Pflanzenschutz zurückzuführen ist, wird dabei in Kauf genommen und versucht, maschinell mit Rechen in den Griff zu bekommen.

Aus Sicht der Landwirte ist das aber keine Alternative. „Die Erträge sind einfach nicht da. Am Ende müssen wir auch von der Ernte leben“, so die Landwirte.

Dabei ist noch ein anderer Punkt unberücksichtigt. Nämlich genügend Wasser im Boden, damit die Pflanzen wachsen können. „Wasser brauchen sie alle. Reicht das nicht aus, gibt es wie 2018 keine zufriedenstellende Ernte“, meinte André Schröder-Brockshus. Bislang reichten die Regenfälle, aber jetzt kommt die erste Hitzeperiode.

Was am Ende je nach Anbauabschnitt auf den Kulturflächen geerntet werden kann, das wollen die Landwirte im Drittelvergleich festhalten und vergleichen. Das Ergebnis dürfte aber schon jetzt klar sein: Ohne angepasste Düngung und angepassten Pflanzenschutz fällt die Ernte geringer aus …..

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.