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03.11.2017

Dötlingen „Ich weiß nicht, wohin diese Geschichte führen wird. Aber ich bin mir sicher, dass es für uns alle spannend wird.“ Mit diesem Zitat von Judy Kahn, der Großnichte von Karl und Sonia Dehmann, eröffnete Chronist und Heimatgeschichtsforscher Karsten Grashorn am Mittwochabend seinen Vortrag im Püttenhus des Bürger- und Heimatvereins in Dötlingen.

Grashorn stellte seine Nachforschungen über den Maler Karl Dehmann (1886-1974) und dessen Frau Sonia vor. Auf Umwegen stieß der Dötlinger Heimatkundler, bekannt durch seine Veröffentlichungen zu den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkrieges in der Region Dötlingen, auf Karl und Sonia Dehmann. „Während der Arbeit über die Ermordung von Willi Rogge wollte ich auch auf weitere Opfer des Nationalsozialismus in Dötlingen eingehen. Zwangsläufig kam ich dabei auch auf Familie Dehmann.“

Grashorn betonte, dass es kein Vortrag über das Schaffen Dehmanns als Kunstmaler sein sollte. „Ich möchte viel mehr das Leben der Dehmanns vorstellen.“ Zugegen war an diesem Abend auch Günther Bührmann, der schon 2001 das im Isensee Verlag erschienene Buch „Karl Dehmann“ veröffentlicht hat. Allerdings wird darin mehr das künstlerische Streben Dehmanns vorgestellt. Grashorn beleuchtete dagegen mehr die familiären Zusammenhänge.

Fündig wurde Grashorn bei seinen Nachforschungen in Russland, Weißrussland, Lettland, Deutschland und den Vereinigten Staaten zunächst nur sehr spärlich. Nachfragen im Southeast Museum in Brewster brachten keinen Erfolg. „Allerdings erhielt ich eine Mail aus Denver von Judy Kahn“, berichtete Grashorn. Die Großnichte war selber auf Spurensuche. Ein intensiver Informationsaustausch begann. Dieser wird übrigens im nächsten Jahr in einem Besuch in Dötlingen münden, wenn Judy Kahn einen Verwandtschaftsbesuch in den Niederlanden unternimmt, stellte Grashorn heraus.

„Dazu habe ich noch eine Bitte: Wer etwas über Dehmanns Bilder weiß, möge sich melden“, rief er zur Mitarbeit auf. Manfred Berding kennt nicht nur Karl und Sonia Dehmann aus seinen Kindheitstagen, sondern hat sogar ein Bild in seinem Besitz.

Sehr interessant war für Grashorn auch der Kontakt zu Shirley Cecil, genannt Lulu, die eines der Pflegekinder der Dehmanns war. Sie selber konnte keine Kinder bekommen.

Im Laufe des Vortrags erfuhren die Zuhörer von den verwandtschaftlichen Beziehungen und vom Leben des Paares, welches am 1. September 1933 in das Haus am Heideweg einzog. 1939 immigrierten sie in die USA und kamen erst 20 Jahre später wieder zurück. Grashorn schildert ausführlich die Einbürgerung, die erst nach dem Krieg Erfolg hatte. Auch berichtet er über die Pflegekinder, darunter auch über Helene (Leni) Wichmann, die in Dötlingen blieb.

1964 machte Karl Dehmann seine letzte Reise nach Deutschland. Von einem Herzinfarkt 1968 erholte er sich nie richtig. Nur noch wenige Kunstwerke entstanden. Im Southeast Museum gab es eine Abschiedsausstellung, an der Dehmann nicht teilnehmen konnte. Am 4. Dezember 1974 verstarb er, nachdem er 1973 nach Brewster zurückgekehrt war. Sonia lebte noch bis 1978 in dem kleinen Haus am Panorama Drive in Brewster und verstarb 1983.

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