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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Umweltschutz contra Gewerbeflächen

23.03.2019

Dötlingen /Wildeshausen Mit Unverständnis hat die Vorsitzende der Grünen im Dötlinger Gemeinderat, Gabriele Roggenthien, auf die Debatte zur Straßenführung der K 237 im Umweltausschuss des Kreistages in Wildeshausen reagiert. Wie berichtet, soll die Iserloyer Straße am geplanten interkommunalen Industrie- und Gewerbegebiet in Hockensberg ausgebaut werden.

„Ausgerechnet der Kuratoriumsvorsitzende der Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg, die sich für den Schutz bedrohter Arten, Erhalt von Biotopen und der Schönheit der Landschaft im Landkreis einsetzt, plädiert für eine Straßenführung, die die Rodung von mindestens 44 landschaftsprägenden Bäumen vorsieht – das soll einer verstehen“, so Roggenthien. Immer noch scheine es in Teilen der Politik so zu sein, dass der Natur- und Landschaftsschutz unwichtig werde, wenn er Geld koste.

„Noch im Dezember waren sich alle Ausschussmitglieder einig, dass besonders die Buchenreihe erhaltenswert ist“, so Roggenthien. Die Kreisverwaltung sei einstimmig beauftragt worden, „gemeinsam mit der Gemeinde Dötlingen Lösungen zu erarbeiten, die eine langfristige Bestandserhaltung gewährleisten.“

Zehn Varianten

Wie berichtet, hatte ein von der Gemeinde Dötlingen beauftragtes Planungsbüro zehn verschiedene Varianten erarbeitet, wovon letztlich aber nur zwei Varianten alle Bäume vor der Rodung bewahren würden. Diese waren aber schon von vorherein von der Kreisverwaltung aus verkehrstechnischen Gründen ausgeschlossen worden. „Allerdings befindet sich darunter auch die Straßenführung durch das geplante Gewerbe- und Industriegebiet, die in der ursprünglichen Planung von der Gemeinde favorisiert wurde“, berichtet Dirk Orth. „Das will man nun auch deshalb nicht mehr, weil es die vermarktbaren Gewerbe- und Industrieflächen reduziert.“

Radweg auf alter Straße

Mit knapper Mehrheit hatten acht Mitglieder aus UWG, SPD, Grüne und Linke im Umwelt- und Abfallwirtschaftsausschuss des Landkreises diese Woche für Variante 6a gestimmt. Sie sieht vor, dass eine neue Fahrbahn südlich der Baumreihen angelegt würde. Die alte Fahrbahn würde zum Radweg werden. Zum Ausgleich wären südlich der neuen Fahrbahn neue Baumpflanzungen vorgesehen – da mehrere Buchen bei dieser Variante verschwinden würden.

Sieben Abgeordnete von FDP, AfD und CDU hatten hingegen für Variante 2 plädiert. Diese Variante sieht vor, dass die südliche Baumreihe für die ausgebaute Straße komplett weichen und durch eine neue Baumreihe ersetzt würde. Der Radweg würde südlich der Bepflanzungen verlaufen.

Die Grünen hoffen nun, dass die Kreistagsabgeordneten von FDP und CDU ihre Entscheidung noch einmal überdenken und sich am Ende für den Erhalt der landschaftsprägenden und klimaschützenden Bäume einsetzen. In der kommenden Woche wird sich der Kreisausschuss nicht-öffentlich mit dem Thema befassen.

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