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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

1150-Jahr-Feier: Doppeldorf bringt Wilddieb mit

21.07.2010

DEHLTHUN „Können wir seinen Kopf nicht da oben antackern?“, „Vielleicht sollten wir ihn mit einem Winkeleisen befestigen.“ – Wenig sensibel wurde am Montagabend in Brinkmanns Scheune mit „Hasen-Ahlers“ umgegangen. Doch zur Beruhigung sei gesagt: Was da auf einem geschmückten Festwagen angetackert werden sollte, war nur eine Figur aus Pressholz, die den legendären Wilddieb aus dem Stühe darstellen soll. Am Sonnabend, 21. August, wird dieser „Hasen-Ahlers“ zum Einsatz kommen. Denn unter seinem Namen beteiligt sich die Dorfgemeinschaft Immer/Bürstel am Festumzug zur 1150-Jahr-Feier von Ganderkesee.

Dass die Wagen-Bauer es mit der Authentizität nicht gar so genau nehmen, ist augenscheinlich. So trägt „ihr“ Hasen-Ahlers neben einer mehrfach geflickten Arbeitsjacke und der abgetragenen Mütze eine rustikale Manchesterhose aus dem Hause „Giani Geroti“.

Aber auf die historische Stimmigkeit kommt es der Gruppe auch nicht in erster Linie an – sondern auf den Spaß am Mitmachen. Der mit Bastmatten und grüner Deko verzierte Wagen symbolisiere die Hütte, in der der Hüne gelebt hat, erklärte Werner Wachtendorf, Vorsitzender des Orts- und Heimatvereins Bürstel-Immer. Auf dem Wagen werde man eine Bank installieren, damit zum Beispiel auch ältere Mitbürger mitmachen könnten.

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Hinter dem Beitrag aus Immer und Bürstel stehe die ganze Dorfgemeinschaft. Singgemeinschaft, Schützenverein, Orts- und Heimatverein sowie TSV seien mit an Bord. Bislang hätten sich 35 Teilnehmer angemeldet – wobei Wachtendorf davon ausgeht, dass man am 21. August wohl auf „50 bis 60 Leute“ kommen werde.

Beim Bauen in der Scheune erzählten sich die Teilnehmer auch manch eine Geschichte aus dem Leben des Hinrich Ahlers (1831 – 1913), der nach einer Krise zum Einsiedler im Stühe wurde und nach dem Bau der Bahnlinie Delmenhorst-Hesepe (1898) die Ausflügler unterhielt. Mehrfach hatte er wegen Wilddieberei im Gefängnis gesessen, erzählte Herbert Becker. Mutterwitz werde dem Hünen nachgesagt – zum Beispiel auch, als er mal wieder in Delmenhorst einsaß und vor einem wichtigen Besucher aufstehen sollte: Hasen-Ahlers habe sich geweigert – schließlich werde im Gefängnis gesessen, nicht gestanden.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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