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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Ausgesetzt: Happy End für Hängebauchschweine

16.09.2014

Hude Seit dem Wochenende beherbergt das Tierheim Bergedorf drei ungewöhnliche Gäste. Wo sonst Hunde und Katzen leben, wohnen vorübergehend drei Hängebauchschweine, die vor mehr als einer Woche in Hude entdeckt worden waren (die NWZ  berichtete). „Das ist schon nicht alltäglich", sagt Tierheimsleiter Mark Ungnade der mit seinen Mitarbeitern einen Hundezwinger „schweinegerecht“ umgestaltet hat.

Seit Anfang September hatten die drei Exoten – zwei Sauen und ein junger Eber – in unmittelbarer Nähe zu einem Maisfeld gelebt. Mit großer Sicherheit wurden sie ausgesetzt. Sandra Schröder, die die Gruppe entdeckt hatte, organisierte am Wochenende auch die „Schweinejagd“. „Die können ganz schön schnell sein“, sagt Schröder. Mit einem geliehenen mobilen Gatter, Futter zum Locken und zahlreichen helfenden Händen gelang es nach mehreren Stunden, die Schweine zu fangen.

Während zwei der Tiere mit einem gemieteten Anhänger gefahren wurden, musste Schröder eine Sau in einer Hundetransportbox nach Bergedorf bringen. Das Tier hatte sich im Maisfeld versteckt, auf dem der Landwirt bereits mit Häckselarbeiten begonnen hatten. Mit Hilfe der Mitarbeiter des Lohnunternehmens, der Landwirtsfamilie Schote und Anwohnern wurde die erschöpfte Sau schließlich in einem Graben geschnappt.

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Inzwischen haben sich die Tiere in Bergedorf eingelebt. „Sie scheinen entspannt“, sagt Ungnade. Der Stress, den sie durch das Einfangen gehabt hätten, habe sich gelegt.

Da es sich bei den Schweinen um Fundtiere handelt, ist die Gemeinde zuständig. Dort hofft man auf die Hilfe vom Landkreis. „Aus veterinärer Sicht und bei der Unterbringung“, sagt Fokko Heyn, Ordnungsamtsleiter in Hude. Für die Hilfe der Freiwilligen sei die Gemeinde sehr dankbar.

Erst hatte Heyn sich um Unterstützung beim Tierpark Ostrittrum bemüht. Doch dort wollte man weder mit einem Betäubungsgewehr aushelfen, noch die Tiere aufnehmen. Auch Landwirte hätten abgelehnt – „aus Angst vor Seuchen“, sagt Heyn. Deswegen sind die Tiere erst einmal in Bergedorf, wo die Gemeinde gefundene Haustiere unterbringt. Verrechnet werden die ungewöhnlichen Gäste wie Hunde: pro Schwein 5,95 Euro am Tag. „Die Schweine fressen mehr“, sagt Ungnade. Sonst sei der Aufwand ähnlich. Vor drei Jahren habe er einmal einen Nasenbären beherbergt. Gefunden wurde der damals ebenfalls in Hude. „Die Gemeinde scheint ein Platz für Exoten zu sein“, sagt Ungnade und lacht.

Beim Gedanken an den Halter, der die Tiere ausgesetzt hat, vergeht ihm die gute Laune aber. „Das ist traurig. Bei den ganzen Angeboten ist so etwas heute eigentlich nicht mehr nötig“, sagt Ungnade. Auch Sandra Schröder ist wütend. „Es muss doch irgendwer bemerkt haben, dass bei einem Nachbarn plötzlich drei Schweine weg sind.“ Sie werde in den kommenden Tagen Anzeige gegen Unbekannt erstatten. „Im Winter hätten die Tiere draußen nicht überlebt.“

Für die Schweine besteht allerdings Hoffnung. Am Montag habe sich laut Ungnade ein Interessent gemeldet – ein Privatmann, der bereits Hängebauchschweine besitzt. „Wir hoffen, dass wir die drei nächste Woche vermittelt haben“, sagt der Tierheimleiter.


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