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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Dünsen bringt Bürgerauto ins Rollen

02.11.2016

Dünsen Der Rat der 1300-Einwohner-Gemeinde Dünsen ist fest entschlossen, seinen Bürgern mit einem modellhaften Projekt zu mehr Mobilität zu verhelfen. Etwa ab Oktober 2017 soll ein „Bürgerauto“ rollen, ein elektrobetriebener Siebensitzer, der von ehrenamtlichen Fahrern gesteuert und je nach Bedarf mal zum Wochenmarkt in Harpstedt oder mal zur Privatschule in Bassum fahren kann. Um das Projekt ins Rollen zu bringen, beschloss der Gemeinderat am Montagabend einstimmig, 20 000 Euro in der Haushalt 2017 einzustellen.

Fahrgäste können bis an die Haustür gebracht werden

Das Bürgerauto wird in Dünsen als Alternative zum ehrenamtlich gefahrenen Bürgerbus gesehen. Anders als beim Bürgerbus, gibt es beim Bürgerauto keine festen Linien und Haltestellen. Das Bürgerauto kann bis vor die Haustür fahren. Ziel ist, Fahrten mehrerer Fahrgäste zu bündeln. Der Stauraum soll ausreichend sein für die Einkäufe oder zum Beispiel auch einen Rollator.

Das Buchen der Fahrten solle per Internet, aber auch via Telefon möglich sein, sagte Wöbse. Detailfragen seien aber noch zu klären. Aktuell gebe es in Dünsen sechs oder sieben Personen, die signalisierten, den Part von Fahrern zu übernehmen, berichtete Hartmut Post.

Die Ladestation soll zwei Anschlüsse erhalten, auch Stromtankstelle sein. Auch an drei Lademöglichkeiten für E-Bikes ist gedacht.

Was hinter dem „Bürgerauto“ steckt, erläuterte Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse als Gast der Gemeinderatssitzung. Die Idee, entstanden in Dünsen selbst, sei im Arbeitskreis Mobilität des Landkreises Oldenburg weiter entwickelt worden. Die Überlegung: Im dünn besiedelten Raum falle es angesichts der demografischen Entwicklung immer mehr älterer Menschen schwer, zum Arzt zu kommen oder die eigene Grundversorgung sicherzustellen. Darüber hinaus werde Mobilität auch in Familien, in denen beide Eltern berufstätig sind und ihre Kinder zum Beispiel nicht zu Veranstaltungen bringen können, zum Thema. „Bürgerautos“ könnten hier eine Lösung sein.

Mit einer „Projektskizze“ für den Einsatz mehrerer Bürgerautos bemühte sich der Landkreis schließlich um Zuschüsse aus dem Topf des Bundesumweltministeriums für „Kommunale Klimaschutzmodellprojekte“ – und erhielt Ende September das Signal für eine mögliche Förderung. Wöbse: „Diese positive Nachricht hatte keiner auf dem Schirm.“

Bis Ende Oktober wurde das Vorhaben in einen Projektantrag gegossen. Wöbse rechnet im Januar 2017 mit der endgültigen Entscheidung über eine Bezuschussung. Die Chancen seien „sehr gut“.

Das Projekt hat nach Darstellung der Kreisverwaltung ein Gesamtvolumen von rund 540 000 Euro und umfasst sieben Elektrofahrzeuge. Vier davon sollen als „Bürgerautos“ rollen – und zwar in Dünsen, Kirchseelte, Ganderkesee und Dötlingen. Dort sollen auch solarbetriebene Ladestationen sowie Solarcarports entstehen. Was die Finanzierung angeht, wurde eine 80-prozentige Förderung in Aussicht gestellt. Die Restfinanzierung, so sagte der Samtgemeindebürgermeister, sei von der jeweiligen Gemeinde zu tragen.

Im Gemeinderat stieß das Projekt auf einhellige Zustimmung. Es sei „wie auf uns zugeschnitten“, so Bürgermeister Hartmut Post, der darauf hinwies, dass Dünsen kein Lebensmittelgeschäft mehr hat. Heinz-Jürgen Greszik nannte das Vorhaben „einen Glücksfall für Dünsen“. Positiv sei auch, dass die Mitfahrenden „eingesammelt“ werden und es im Bürgerauto zum Austausch kommen könne.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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