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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Noch ist das Fahren „reine Männersache“

30.07.2019

Dünsen 56 Mal ist Dünsens Bürgerauto seit der Jungfernfahrt am 9. Mai im Einsatz gewesen. Da sei noch „Luft nach oben“, meinte Fahrdienstleiter Hartwig Jabusch bei der offiziellen Übergabe des Elektrofahrzeugs am Freitagabend vor der Dünsener Kirche. Was ihm auch auffiel: Die bislang mitgenommenen Fahrgäste wollten zu Ärzten gebracht werden, zur Tafel, zum Krankenhaus – „aber Einkaufsfahrten gab es noch gar nicht“. Die seien aber durchaus möglich.

Bei der Feierstunde zeigten sich sowohl Dünsens Bürgermeister Hartmut Post als auch der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Stefan Wachholder optimistisch, dass das Bürgerauto angenommen wird. Post: „Ich bin davon überzeugt, dass es ein großer Erfolg wird.“

Anders als geplant, ist der Siebensitzer nicht „angedockt“ an den Verein „Bürgerauto Gemeinde Dünsen“. Bislang sei der Verein nicht eingetragen, sagte Post. Wie berichtet, gibt es beim Amtsgericht Bedenken angesichts der angestrebten Gemeinnützigkeit. Hier steht die Frage im Raum, ob das kostenfreie Bürgerauto möglicherweise als Konkurrenz zum Öffentlichen Personennahverkehr oder zu Taxis anzusehen ist. Vor diesem Hintergrund ist es zurzeit so, dass die aktuell acht ehrenamtlichen Fahrer des Bürgerautos für die Gemeinde Dünsen tätig sind.

Was bei der Feier auch angesprochen wurde: Bislang ist das Fahren des Bürgerautos „Männersache“. „Dieses Fahrzeug darf und kann auch von Frauen gefahren werden“, appellierte der Bürgermeister an das weibliche Geschlecht, sich zu beteiligen.

Post erinnerte kurz an die Vorgeschichte, die in die Anschaffung des Fahrzeugs und den Bau des Carports samt Ladestationen für E-Autos und E-Bikes mündete. Erstmals habe er 2016 in einem Fachausschuss des Landkreises vom Projekt „Nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum“ gehört. Post: „Ich war überzeugt: Das ist für Dünsen das Richtige“, um nicht mobilen, insbesondere älteren Menschen aus der Gemeinde zu Mobilität zu verhelfen und zugleich – durch Fahrgemeinschaften – den CO2-Ausstoß zu verringern. 2017 habe der Gemeinderat einstimmig beschlossen, sich (über den Landkreis Oldenburg) um Zuschüsse des Bundesumweltministeriums zu bemühen und den erforderlichen Gemeindeanteil bereitzustellen.

Als der Zuschuss bewilligt und das Fahrzeug bestellt war, habe die Gemeinde noch sehr lange auf die Auslieferung warten müssen, brachte Post in Erinnerung. „Einige Bürger haben schon geglaubt, es kommt gar nicht mehr.“
 Einwohner aus der Gemeinde Dünsen, die das Bürgerauto nutzen möchten, können sich unter Telefon   0172/425 69 33 melden.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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