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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wird Bürgerauto ausgebremst?

10.04.2019

Dünsen /Kirchseelte Die Bürgerautos in Dünsen und Kirchseelte könnten eigentlich beide in Kürze losrollen – eigentlich. Am Montag hat Fahrdienstleiter Hartwig Jabusch den Siebensitzer für Dünsen bei der ausliefernden Firma in Emstek abgeholt, in Kürze wird das baugleiche Elektrofahrzeug auch in Kirchseelte erwartet. Doch jetzt taucht in Dünsen ein unerwartetes Problem auf: Beim Amtsgericht gibt es Bedenken, den Verein „Bürgerauto Gemeinde Dünsen“ als gemeinnützig anzuerkennen.

In Dünsen und auch in Kirchseelte war das Bürgerauto am Montagabend Thema bei Versammlungen – wenn auch mit unterschiedlichen Vorzeichen. Während es in Dünsen um die Gemeinnützigkeit ging, diskutierten Interessierte in Kirchseelte über organisatorische Fragen.

Zu Dünsen

Knackpunkt bei der Anerkennung der Gemeinnützigkeit sei die Frage, ob das Bürgerauto als Konkurrenz zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) oder zu Taxis anzusehen sei, sagte Vereinsvorsitzende Julia Praß. Angedacht ist, insbesondere ältere Menschen ohne Entgelt zu befördern.

In einem Gespräch mit der zuständigen Rechtspflegerin will der Verein jetzt deutlich machen, dass das Bürgerauto keine Konkurrenz zu Bus oder Taxi sei: „Es geht nicht ums reine Fahren bei uns, es geht um das Miteinander.“ Das Bürgerauto solle Anreiz bieten, an Mobilität zu gewinnen, aus dem Haus zu kommen, sich zu treffen. „Wir wollen die Stillen, die Leisen rausholen.“ Deshalb sei es auch von Vorteil, dass die – zurzeit zehn – Fahrer schon lange in Dünsen leben und im Dorf bekannt seien.

Julia Praß betonte, dass der ÖPNV über den Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen an der Entwicklung des Projektes maßgeblich beteiligt gewesen sei und es befürworte.

Was das Fahrzeug betrifft, werde es noch eine offizielle Übergabe geben. „Wir weisen jetzt nach und nach die Fahrer ein.“ Auch stehe noch das Folieren des Nissan aus.

Zu Kirchseelte

Zu der Versammlung im Dreimädelhaus begrüßte Bürgermeister Klaus Stark etwa 15 Gäste, darunter Manuela Schöne, Klimaschutzmanagerin beim Landkreis, Rabea Beyer, Koordinatorin der Gesundheitsregion Landkreis Oldenburg, und Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse. In Kirchseelte gebe es aktuell fünf bis sechs potenzielle Fahrer mit echtem Interesse an dieser Tätigkeit, sagte Stark. Das vorrangige Ziel auch hier: die Mobilität von Senioren verbessern.

Dass es da Bedarf gibt, steht für den Bürgermeister fest. Bis dato ist seine Frau Gudrun des Öfteren unterwegs, um ältere Mitbürger zu fahren. Aber es gebe viele Ältere, „die würden nie von sich aus auf uns zugehen“, weil sie niemandem zur Last fallen wollten.

 Sie zu erreichen, sei ein Ziel beim Projekt Bürgerauto: Gemeinsam mit anderen gefahren zu werden, von einem Fahrer, den man kennt – das seien Voraussetzungen, die das Einsteigen erleichtern.

Noch offen ist, wie das Bürgerauto in Kirchseelte organisatorisch eingebunden wird. Denkbar, so führte Stark aus, sei die Gründung eines Vereins (wie in Dünsen) oder die Anbindung an einen bereits bestehenden Verein (dem dadurch keine Nachteile entstehen dürften). Drittens wurde am Montagabend eine gemeinsame Lösung mit Dünsen ins Gespräch gebracht. Hier will der Bürgermeister erkunden, ob es dazu in Dünsen eine Bereitschaft gäbe.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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