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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Nabu: „Dieses Wissen muss in die Köpfe der Politiker“

20.09.2019

Dünsen Zum zweiten Mal haben sich – diesmal in der Zufluchtskirche in Dünsen – Landwirte und Naturschützer des Nabu in der Samtgemeinde Harpstedt ausgetauscht. Der Landvolk-Bezirk Harpstedt, der Nabu und Anbauberater Wolfgang Jerebic organisierten die Veranstaltung zum Thema Artenvielfalt. Denn, so fasst es Eva Heinke, Sprecherin der Nabu-Ortsgruppe, in ihrer Begrüßung der rund 60 Teilnehmer zusammen: „Man kann nur über das urteilen, worüber man Bescheid weiß.“ Das Stereotyp von weltfremden Naturschützern und Landwirten, die an allem schuld seien, sei Quatsch.

Andreas Bultmann von der Nabu-Ortsgruppe Syke leitete den Abend mit seinem Vortrag über die Feldlerche als Vogel des Jahres 2019 ein. Von 1990 bis 2015 sei die Population in Deutschland um 38 Prozent zurückgegangen, so Bultmann. Die Feldlerche befinde sich mit dem Status „gefährdet“ auf der Roten Liste. Am Beispiel des Reihers und des Steinadlers machte er deutlich, wie sich Populationen durch Unterschutzstellung erholen können.

Im Anschluss referierte Marcus Polaschegg, Leiter der Fachgruppe Ländliche Entwicklung und nachhaltige Landnutzung bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Bezirksstelle Nienburg, zum Thema Biodiversität. Dass dringender Handlungsbedarf in Sachen Artenrückgang besteht, steht für ihn außer Frage. „Die Diskussion ist geprägt von pauschalen Schuldzuweisungen“, sagte er. Maßnahmen zur Steigerung der Biodiversität seien zudem stark unterfinanziert. „Die Entlohnung für das Anlegen eines Blühstreifens muss dieselbe sein wie bei 110 Doppelzentnern Weizen, damit sich der Landwirt auch ökonomisch für den „Anbau“ von Artenvielfalt entscheiden kann“, forderte Polaschegg.

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Die Bereitschaft bei den Harpstedter Landwirten sei da. Allein rund 57 Hektar wurden in diesem Jahr über den Biotop-Fonds der Jägerschaft angelegt, sagte Hegeringsleiter Rudolf Alfken.

Deutlich wurde an diesem Abend, dass der Austausch unverzichtbar ist. Harpstedts Bezirkssprecher vom Landvolk Mittelweser, Lüder Wessel, wünschte sich in seinem Schlusswort das Wissen der Referenten „in die Köpfe der Politiker. Dann wären wir ein ganzes Stück weiter.“

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