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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Pflege: Durch Tarifgemeinschaft an Lohnschraube drehen

30.06.2015

Bookholzberg Die schwere Arbeit im Pflegebereich bedarf dringend einer höheren gesellschaftlichen Anerkennung durch die Allgemeinheit. Die Bezahlung sei keineswegs angemessen und stehe in keinem Verhältnis zur Leistung, Belastung und den erforderlichen Kenntnissen. Für gute Pflege müssten gute Jobs geboten werden, um Pflegenotstand und Fachkräftemangel zu begegnen. – Das war die übereinstimmende Forderung bei einem Gespräch im Pflegezentrum des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Bookholzberg. Einrichtungsleiterin Verena Drieling, Geschäftsführer Günter Bartels und DRK-Kreisvorsitzender Gerold Sprung trugen zwei Stunden lang die Sorgen und Forderungen aus der Praxis den beiden SPD-Abgeordneten Susanne Mittag (Bundestag) und Axel Brammer (Landtag) vor.

Bemängelt wurde, dass die Vorschriften zur Dokumentation immer noch viel zu viel Zeit erforderten, die für persönliche Zuwendung und Gespräche fehle.

Der Landtagsabgeordnete Brammer bestätigte, dass eine Altenpflegefachkraft in Niedersachsen im Schnitt monatlich fast 500 Euro weniger als Kolleginnen in Nordrhein-Westfalen erhalte. Zur Veränderung müssten den Heimbetreibern höhere Pflegesätze zugebilligt werden. Pflegekassen und Sozialhilfeträger hätten aber bei Pflegesatzvereinbarungen in Niedersachsen die Löhne erheblich gedrückt. Das habe auch Karl-Josef Laumann (CDU), Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung, bestätigt und vor den negativen Folgen des Preiskampfes in der Pflege gewarnt.

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Brammer empfahl den Heimbetreibern der Freien Wohlfahrtsverbände (Arbeiterwohlfahrt, Diakonie, DRK und Caritas) die Bildung einer Tarifgemeinschaft, um mit den Gewerkschaften allgemeinverbindliche Tarifverträge abzuschließen. Günter Bartels mahnte dazu die erforderliche Einigkeit an.

Wenn Pflegekassen und Heimbetreibern keine schnelle Lösung gelinge, müsse der Bundestag den Ländern Eingriffsmöglichkeiten verschaffen, versprach Mittag.

Um die Position der Ausbildungsbetriebe zu verbessern, forderte das DRK die Wiedereinführung der Ausbildungsplatzumlage. Ausbildungsbetriebe seien gegenüber den nicht ausbildenden Betrieben im Wettbewerb benachteiligt. Brammer berichtete, dass die Umlage ab 2016 in Kraft trete.

Vorgeschlagen wurde vom DRK, langjährig beschäftigte, berufserfahrene Pflegekräfte nach einer Prüfung als Fachkräfte auf den Personalschlüssel anzuerkennen.

Die SPD-Senioren weisen seit zehn Jahren auf Fehlentwicklungen und Pflegenotstand hin. Kreisvorsitzender Hermann Bokelmann erwartet von den Sozialhilfeträgern ein verantwortungsvolleres Verhalten, damit die Heimbetreiber endlich wirtschaftlich auskömmliche Pflegesätze bekommen.

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