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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Durchwachsene Spargelsaison

22.06.2011

„Kirschen rot, Spargel tot”, sagt eine alte Bauernregel. Nach Johanni, also dem 24. Juni, endet die Spargelernte. Die Ð  bat Landwirt und Spargelbauer Rudolf Schwarting um ein Fazit.

FRAGE: Wie ist denn die Spargelsaison 2011 für Sie verlaufen?

RUDOLF SCHWARTING: Der Start ging in diesem Jahr schon zehn bis zwölf Tage früher los – und zwar mit guten Erträgen. Und so ging das auch bis Mitte Mai weiter. Doch dann kamen die Eisheiligen und mit ihnen kalte Nächte. Davon hat sich der Spargel nicht mehr erholen können. Dazu kommt, dass es in diesem Jahr sehr trocken war. Wir hatten hier im Winter nur etwa 30 Zentimeter Schnee als einzigen Niederschlag, im März fiel der letzte starke Regenschauer. Das war dem Spargel auf Dauer schon fast zu trocken.

FRAGE: Hatten Kälte und Trockenheit auch Auswirkungen auf die Qualität der Spargelstangen?

SCHWARTING: Der Geschmack hat darunter nicht gelitten, wohl aber die Ertragsmenge. Außerdem haben die Stangen nicht mehr die notwendige Stärke erreicht, um mit der Qualitätsklasse Eins gekennzeichnet werden zu können.

FRAGE: Die EHEC-Seuche hatte in den vergangenen Wochen den Absatz von Gurke, Tomate und Salat stark einbrechen lassen. Hatte diese Krise auch Aufwirkungen auf den Verkauf von Spargel?

SCHWARTING: Nein, die EHEC-Warnungen hatten keinerlei Auswirkungen auf den Spargelabsatz. Wir mussten weder Umsatzeinbußen fürchten, noch konnten wir von der Krise profitieren. Spargel ist gewissermaßen ein saisonales Extra-Gemüse, das steht in keinerlei Konkurrenz zu dem Gemüse, das es das ganze Jahr über zu kaufen gibt, wie etwa die betroffenen Gurken oder Tomaten.

FRAGE: Wie sieht es denn derzeit auf ihren Feldern aus?

SCHWARTING: Wir hatten in diesem Jahr zweijährige Felder. Den Spargel werden wir also erst im nächsten Jahr komplett abstechen. Damit sich die Pflanzen dieses Jahr noch in aller Ruhe erholen können, haben wir bereits 14 Tage vor dem eigentlichen Stichtag aufgehört zu ernten.

FRAGE: Was passiert jetzt mit den Spargelpflanzen?

SCHWARTING: Die Dämme werden in diesem Jahr stehen bleiben. In den kommenden Wochen wachsen die Pflanzen dann etwa ein Meter bis 1,50 Meter hoch. Das wird dann sehr buschig aussehen. Durch die Fotosynthese können die Spargelpflanzen dann wieder genügend Energie für die nächste Saison in ihren Wurzeln speichern.

Stefanie Dosch Newsdeskmanagerin / Politikredaktion
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