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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Ein Regenbogenlied zur Straßen-Freigabe

24.08.2016

Bookholzberg „Vor 30 Jahren haben wir das schon angeschoben. Endlich hat’s geklappt“, freute sich Ernst Schröder. Der 79-jährige Ehrenvorsitzende des Orts- und Heimatvereins Bookholzberg-Grüppenbühren gehörte am Dienstag zu den „Zaungästen“ eines fast historischen Ereignisses in Bookholzberg: Nach mehrmonatiger Bauzeit wurde die Ortsdurchfahrt offiziell freigegeben.

Seit Februar wurde die Stedinger Straße (B 212) auf einer Länge von 440 Metern zwischen der Kreuzung Huder Straße/Windmühlenweg und der Bahnlinie samt Nebenanlagen erneuert. Die Gesamtkosten lagen bei rund 1,23 Millionen Euro. Etwa 500 000 Euro flossen aus Bundesmitteln in das Projekt; die restlichen Kosten trug die Gemeinde Ganderkesee.

Zur feierlichen Freigabe am Dienstag waren Frank Zielesny und Silke Baehr von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sowie Vertreter der ausführenden Baufirma Hermann Dallmann, des Vereins „Wir in Bookholzberg“ (WiB), der örtlichen Geschäftswelt und aus Politik und Verwaltung erschienen. Im Mittelpunkt standen 16 Kinder der Kindertagesstätte St. Bernhard. In Begleitung von Kita-Leiterin Anna Grotheer und Viola Toleikis sangen sie lautstark: „Wir feiern heut’ ein Fest, weil die Straße fertig ist!“ Beim „Regenbogenlied“ durfte der kleine Dominik (5) Bürgermeisterin Alice Gerken sogar etwas ins Ohr flüstern.

Die Bürgermeistern freute sich über die Sanierung der „verkehrswichtigen Ader“. Hier rollt bereits seit Tagen wieder der Verkehr. „Bookholzberg wächst durch die Straßengestaltung zusammen.“ Die 1,23 Mio. Euro seien „gut investiertes Geld“. Gerken wies darauf hin, dass die Bushaltestellen barrierefrei gestaltet wurden. Auch mit dem neuen Radweg entlang der Straße seien alle zufrieden. Frank Zielesny, stellvertretender Leiter des Geschäftsbereichs Oldenburg der Straßenbaubehörde, sagte: „Wir hätten es nicht besser machen können.“ Die Gemeinde hatte die Planung in Vertretung der Landesbehörde übernommen, weil diese das Projekt nicht zeitnah realisieren konnte. Symbolisch überreichte Gerken ein Schild mit einer gelben „212“ an Zie­lesny – und gab die Straße an die Landesbehörde zurück.

WiB-Vorsitzender Dietmar Mietrach wies im Gespräch mit der NWZ  darauf hin, dass die lange Bauphase zu „viel Frust“ bei den Geschäftsleuten entlang der Stedinger Straße geführt hat. Diese hätten „unheimliche Einbußen“ verzeichnet; „Hola’s Stöbermarkt“ musste (wie berichtet) gar ganz schließen. Der Handel im Ort lebe stark von Kunden aus der Wesermarsch, so Mietrach. Die seien während der Bauphase weitgehend ausgeblieben. Nun seien die Bookholzberger froh, dass die B  212 wieder frei ist. „Wir haben viel Verkehr, aber den wollen wir auch.“ Zwar gebe es drei Querungshilfen; ein Wunsch blieb laut Mietrach aber noch unerfüllt: eine Druckknopfampel in Höhe der Straße „Zum Hang“.


NWZ TV    unter   www.nwzonline.de/videos/oldenburg-land