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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Eindrücke für alle Sinne

29.05.2012

WILDESHAUSEN In der Wildeshauser Innenstadt fliegen die Funken, es riecht nach Rauch, Leder und getrockneten Früchten. Der Kunst- und Handwerkermarkt, der auch in diesem Jahr auf der Westerstraße und dem Marktplatz in Wildeshausen zum Gildefest stattfand, bot vielfältige Eindrücke für alle Sinne.

Am Pfingstsonntag und Pfingstmontag ab jeweils 11 Uhr gaben zahlreiche Kunsthandwerker der unterschiedlichsten Richtungen Kostproben ihres Könnens. Es gab einen Schmied, Kunsthandwerker, Seilmacher und vielfältige kulinarische Angebote. Bei sommerlichen Temperaturen fanden an beiden Tagen viele Schaulustige den Weg in die Innenstadt. Gegen Nachmittag drängten sich Besucherscharen auf Marktplatz und Westerstraße.

Neben den gewohnten Gilde-Souvenirs gab es auch Ausgefalleneres zu erstehen. Die Wildeshauserin Gesa Wichmann kombinierte den Papagoy mit Fingerringen aus Filz. „Ich benutze als Materialien Holz, Perlmutt, Glas oder Metall; alles, was mir so in die Finger kommt“, erzählte sie. Auch Karin Jüchter aus Buxtehude ließ sich von den Eigenkreationen überzeugen und kaufte einen orangenen Ring. „Der Filz fühlt sich sehr angenehm an“, schwärmte sie. Auch das Fest konnte sie begeistern: „Ich habe einen Mann mit Wildeshauser Wurzeln. Deswegen sind wir immer beim Gildefest“, erklärte Jüchter. Außerdem bot Jens Rössmann aus Edewecht Kunstwerke aus Metall an. Glänzende Kugeln und Stelen blitzen an seinem Stand in der Sonne.

Einige Meter entfernt hatte Ahmed Ourdi sichtlich Spaß beim Räuchern von Aalen und Forellen. „Das habe ich von einem alten Freund gelernt“, sagte er, während er frische Forellen an Haken aufhängte. Ourdi war mit dem Lilienthaler Verein der „oll’n Handwarkers“ da, die mit mehreren Ständen teilnahmen.

Neben der Räucherei gab es einen Riemenschneider, der Ledergürtel, Portemonnaies und allerlei Taschen anbot. „Die Leute sehen, dass alles in Handarbeit entsteht“, meinte Ingo Barz, der die Lederwaren herstellte. Auch Sandra Gaß aus Goldenstedt ließ sich überzeugen und kaufte ein Armband. „Ich bin jetzt seit einer Stunde hier. Das ist das erste, was ich kaufe. Bisher habe ich nur geschaut“, meinte sie.

Auf der Huntestraße standen wieder die Wildeshauser Treckerfreunde Weiße Riede. „Von der Saat bis zum Brot“ hieß das Motto, unter dem sie sich am Handwerkermarkt beteiligten. Anhand alter Gerätschaften wie Drillmaschinen, Selbstbindern, Dreschmaschinen und natürlich Traktoren zeichneten sie den Weg des Getreides bis zum fertigen Brot nach. „Wir wollten nicht einfach nur Trecker hinstellen“, so Heiko Marchewa von den Treckerfreunden, die viele alte Fahrzeuge mitgebracht hatten.

Susanne Müller aus Cloppenburg hatte am frühen Sonntagnachmittag zwar noch nichts erstanden, dennoch war sie angetan vom Markt: „Wir schlendern ein wenig durch die Stadt und genießen das tolle Wetter.“ Besonders interessant sei für sie und ihren Berliner Besuch der Schmied am Anfang der Westerstraße gewesen.

Auf dem Marktplatz startete am Pfingstsonntag um 11 Uhr ein Frühschoppen mit Live-Musik. Außerdem fand an beiden Tagen ein Familiennachmittag statt. Es gab zahlreiche Spiele für Kinder jeden Alters. In der Westerstraße konnte man sogar auf einem elektrischen Bullen reiten.

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