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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Eindrücke von der Arbeitswelt

21.04.2017

Ganderkesee Nein, sagt Kai Beecken, mit Flüchtlingen als Praktikanten oder Mitarbeiter habe man bei Starofit noch keine Erfahrungen gemacht. „Aber wir sind offen dafür“, betont der Geschäftsführer des Ganderkeseer Unternehmens, das auf Lagerung und Vertrieb von Rohrbogen und Schweißfittings aus Stahl und Edelstahl spezialisiert ist.

Vielleicht ergeben sich schon bald entsprechende Möglichkeiten – für beide Seiten. Mit rund 30 Frauen und Männern aus Syrien und dem Irak, die in Ganderkesee eine neue Heimat gefunden haben, besuchte der Arbeitskreis Flüchtlinge am Donnerstag die Firma Starofit. Die Geschäftsführer Jürgen Schulze und Kai Beecken sowie Mitarbeiterin Claudia Renz aus dem Verkauf/Export, stellten den Betrieb vor und klärten über die Anforderungen für eine Beschäftigung oder Ausbildung auf. „Das Wichtigste ist natürlich die Beherrschung der Sprache“, so Beecken.

Die Neuankömmlinge aus dem Nahen Osten sind jedenfalls sehr interessiert an Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten in Ganderkesee. „So ein Firmenbesuch ist eine große Motivation für sie“, erklärt Sandra Baba, Flüchtlingsberaterin der Diakonie, die die Erläuterungen der Starofit-Vertreter ins Arabische übersetzte. „Die Menschen wollen die hiesige Arbeitswelt kennenlernen.“ Und sie suchen Beschäftigung. Es sei schon gelungen, Flüchtlinge nach einem Praktikum in Arbeitsstellen zu vermitteln – „auch in Vollzeit“, freut sich Baba. „Es fängt langsam an.“

Viele Syrer und Iraker seien überrascht über die Firmen-Vielfalt und die Zahl der Arbeitsplätze in der Gemeinde Ganderkesee, weiß Sandra Baba. „Das kennen sie von zuhause nicht, sie glauben, Arbeit gibt es nur in der Stadt.“

Deshalb seien die Firmenbesuche so wichtig, um den Erfahrungsschatz der Flüchtlinge zu erweitern, ergänzt Gerold Sprung. Ganderkesees Alt-Bürgermeister hat diese dritte Bus-Rundtour des Arbeitskreises, die unter anderem auch zur Firma Ordemann Land- und Gartentechnik sowie zum Alpaka-Hof Fortmann nach Bürstel führte, mit organisiert. „Es ist interessant zu beobachten“, findet er, „wie die Menschen auf das reagieren, was sie hier sehen.“ Dass ein großer landwirtschaftlicher Betrieb zum Beispiel allein mit Familienmitgliedern gemanagt werden kann, sei für viele unvorstellbar gewesen. „So etwas wie Lohnunternehmen kennt man im Nahen Osten nicht.“

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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