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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Eine Million Hennen ziehen ein

29.11.2007

Besucherkabinen auf jeder neuen Legehennenfarm geplant

Die Kleingruppenhaltung, welche in den neuen Stallungen in Bissel und Döhlen zum Tragen kommt, ist eine Entwicklung der Deutschen Frühstücksei in Zusammenarbeit mit der Tierärztlichen Hochschule in Hannover. Jede Kleingruppe verfügt über ein abgedunkeltes Nest zur ungestörten Eiablage, Sitzstangen in unterschiedlichen Höhen und Einstreu zum Scharren und Picken.

Mehrere Jahre hat die Deutsche Frühstücksei als größter Eierproduzent und Vermarkter in Europa unter den Gesichtspunkten Tiergesundheit, Tiergerechtheit und Lebensmittelsicherheit nach einer optimalen Lösung gesucht. Die entwickelte Kleingruppenhaltung als zusätzliche Haltungsform neben der Boden-, der Freiland- und der ökologischen Erzeugung wurde in der neuen Legehennenverordnung zugelassen. Damit könne nun endlich die Abschaffung der herkömmlichen Käfighaltung aktiv angegangen werden, so Stuke. Die neue Kleingruppenhaltung gehe dabei deutlich über die EU-Vorgaben an einen ausgestalteten Käfig hinaus.

Wie eine „gläserne“ Produktion von qualitativ hochwertigen Eiern aussehen kann, präsentierte Gert Stuke der NWZ in der Modellfarm Wesselkamp bei Ankum. Hier ist eine Besucherkabine vorhanden, aus der ein direkter Blick auf die Legehennen möglich ist. Fernsehkameras übertragen live aus dem Stall.

Die Besucherkabinen sollen Standard in allen neuen Stallungen werden, so Stuke. Und die Webcam ebenfalls.

Schon heute können Verbraucher über die Internetseite der Deutschen Frühstücksei den Code auf ihrem gekauften Ei eingeben und erfahren per Tastenklick mehr über die Anlage, in der das Ei produziert wurde – einschließlich der Telefonnummer des Farmleiters. Absolut transparent werde gearbeitet. „Wir gehen ganz offensiv mit dem Thema um“, betont Generalbevollmächtigter Stuke.

Farmen in Bissel und Döhlen werden abgerissen und neugebaut, in Sage wird saniert. Insgesamt werden 23,5 Mio. Euro investiert.

Von Klaus Derke

Sage/Bissel/Döhlen Mehr als 23,5 Millionen Euro werden in drei Legehennen-Farmen in Bissel, Sage und Döhlen investiert. Das berichtete der Generalbevollmächtigte der Deutschen Frühstücksei, Gert Stuke, in Neuenkirchen-Vörden. Wenn alle Bauvorhaben abgeschlossen sind, werden in den drei Farmen in der Gemeinde Großenkneten mehr als eine Million Legehennen in Kleingruppen- und Bodenhaltung jährlich rund 310 Millionen Eier produzieren.

Laut Gert Stuke sollen die Egga-Farm in Bissel (Ringstraße) und die Farm der Deutschen Frühstücksei in Döhlen (Krumlander Straße) komplett abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. Das Investitionsvolumen beträgt jeweils etwa 11 Millionen Euro. In Bissel und in Döhlen sind bislang jeweils rund 160 000 Hennen untergebracht. In den Neubauten werden es jeweils knapp 480 000 Hennen sein.

Die Ställe werden erheblich größer als bisher ausfallen, denn die Hühner werden in den neuesten, nach wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelten Käfigen für Kleingruppen auf zwei Stockwerken in neun Etagen untergebracht.

Immer 60 Hühner leben dabei in ausgestalteten 4,8 Quadratmeter großen Käfigen. Und sie vertragen sich prima, wie Besucher in der Modellanlage Wesselkamp feststellen können. Die Hennen entwickeln eine eigene Rangordnung. Schnäbel müssten nicht gekürzt werden. Kannibalismus und tote Tiere seien die Ausnahme. Hochmoderne, computergesteuerte Technik sorgt dafür, dass Störfälle sofort erkannt und behoben werden. Die neuesten Abluftanlagen werden eingebaut. Eine Farm wie Bissel zum Beispiel wird einschließlich der Packstelle rund 30 Mitarbeiter beschäftigen.

Die Egga-Farm in Sage, wo bislang 113 000 Hennen in Käfigen und 8500 in Bodenhaltung ihre „Arbeit“ verrichten, soll komplett saniert werden, was laut Stuke etwa 1,5 Mio. Euro kostet. Hier sollen künftig 74 000 Hennen in Bodenhaltung als Eierproduzenten zum Einsatz kommen.

Im Internet: www.deutsche-

fruehstuecksei.de

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