• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

„Einer der schönsten Plätze auf der Welt“

14.05.2012

PESTRUP „Sowatt mochen wi in use Vereensgeschichte nie woller beleven“, betonte Hergen Stolle, Vorsitzender des Heimatvereins Düngstrup. Gleich viermal musste der Verein Schafkoben aufbauen – in der Holzhauser Heide wie am Pestruper Gräberfeld. Ein Kraftakt ohnegleichen für den Verein. Der Schafkoben am Gräberfeld war in der Nacht auf den 27. Februar 2011 bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Der mutmaßliche Brand­stifter ist gefasst. Nach mühevollen Wiederaufbau wurde der Stall am Sonnabendabend bei einem feierlichen Heidegottesdienst eingeweiht.

Vor gut 250 Besuchern und geladenen Gästen hängte die Nachbarschaft Pestrup zunächst einen großen Kranz über die Eichentüren. Auch die kleine Franziska (4 Jahre) half mit, bunte Schleifen sowie einen Schäfer samt Schafen im Grün zu befestigen. „Das ist hier einer der schönsten Plätze auf der Welt“, lobte Hans Günter Voß im Namen der Nachbarschaft das Kleinod im Naturpark. Auch Stolle sprach von einer „einmaligen Kulisse“.

Auf Plattdeutsch hielten die Pfarrer Hermann Bergmann von der katholischen Gemeinde St. Peter und Ingmar Hammann (Berne) für die evangelische Gemeinde den Heidegottesdienst. Als Lektorin fungierte die Plattdeutschbeauftragte der Stadt, Christa Plate. Hier sei der richtige Platz, Gottes Schöpfung zu bewundern und Danke zu sagen, betonte Hammann unter Hinweis auf den 103. Psalm. „Danken und Denken gehört zusammen.“ Der Theologe aus der Wesermarsch, der mit seinem trockenen Humor bei den Gästen gut ankam, zeigte sich auch vom geschmückten Altar mit einem Kreuz aus Birkenstämmen angetan. Für den musikalischen Rahmen sorgte das Jagdhornbläserkorps Wildeshausen unter der Leitung von Norbert Hellmann.

Im Namen des Heimatvereins bedankte sich Stolle bei Handwerkern und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, die beim Wiederaufbau des Kobens angepackt haben. Zudem lobte er die gute Zusammenarbeiten mit allen Institutionen, darunter das Forstamt Ahlhorn. Bürgermeister Dr. Kian Shahidi ging in seiner Ansprache auf die wechselvolle Geschichte des Schafstalls ein. Er gratulierte zum prachtvollen Wiederaufbau des „Ruhepols“. Der stellvertretende Landrat Eduard Hüsers sagte, es gebe eine Sehnsucht nach intakter Kulturlandschaft. „Werte sind den Menschen wieder wichtig.“ Rolf Eilers, Geschäftsführer des Naturparks Wildeshauser Geest, meinte, das Gräberfeld sei ohne Schafe und Schafkoben kaum denkbar. Auch Hella Pauley vom Landfrauenverein Wildeshausen/Dötlingen sprach von einem „prägenden Gebäude“. Sie übergab, eingeschlagen in einem Küchentuch, eine Geldspende für die ehrenamtlichen Helfer und ein Gästebuch. Am Ende der Feier stand ein Regenbogen über dem Gräberfeld.

 @ Mehr Bilder unter http://www.NWZonline.de/fotos-landkreis

NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://www.NWZonline.de/nwztv

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
Rufen Sie mich an:
04431 9988 2701
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.