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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Eintauchen in eine andere Welt

28.07.2007

WARDENBURG Mit vorsichtigen Schlägen auf den Meissel ritzt Liliane Ney ein Muster in den großen Kalksandsteinblock, der vor ihr auf dem Tisch liegt. Dennoch macht der Stein manchmal, was er will. „Vor kurzem ist mir ein großes Stück abgebrochen. Zuerst war ich richtig erschrocken, aber dann habe improvisiert, und es hat geklappt“, erzählt die Wardenburgerin.

Ney gehört zu den 65 Teilnehmern der so genannten Sommerakademie, die die Volkshochschule in der alten Ziegelei in Westerholt in dieser Woche angeboten hat. Rund um den historischen Ziegelofen wird auf harten Stein gehämmert, weicher Ton zu Figuren geformt und nackte Leinwand mit feinen Pinselstrichen mit Leben gefüllt. „Ich bin total begeistert von der Atmosphäre hier“, schildert Ingrid Bötefür ihre Eindrücke. „Vor allem kann ich mich hier fünf Tage lang voll auf eine Sache konzentrieren.“ Die Dötlingerin nimmt zum ersten Mal an der Sommerakademie teil und hat unter anderem einen Männerkopf aus Paperclay geformt. Paperclay ist ein mit Zeitungspapier versetztes Tongemisch, das dadurch eine höhere Elastizität erhält und gerade Beginnern das Formen leichter macht.

Bereits zum vierten Mal in Folge ist die Edewechterin Birgit Wegener in Westerholt zu Gast. „Hier kann ich in eine andere Welt eintauchen“, erzählt sie, während sie konzentriert an einem Frauenakt in blauen Acryltönen arbeitet. Ihre Bekannte Jutta Littkopf aus Wahnbek ist im zweiten Jahr dabei. „Im Freien herrscht ein ganz anderes Licht“, schwärmt sie. Vor allem hätten die Teilnehmer unheimlich viel Zeit, sich aufs Malen zu konzentrieren, betont Dozentin Natascha Walenwein. Theoretisch von morgens um acht bis abends um acht Uhr, je nachdem, wie lange die Kondition reiche.

Jana Kosmider, Keramikerin aus Oldenburg, hilft derweil den zwölf Kindern, die auf einem großen Tisch konzentriert Tonmodelle kneten. Anfangs hat sie mit den Mädchen und Jungen gemeinsam geübt, vier Tage später haben die Kinder viele eigene Ideen entwickelt – wie Tessa, die ein großes schalenförmiges Herz geformt hat. „Für Chips und Süßes“, wie sie verrät. Zwei Wochen wird sie sich allerdings noch gedulden müssen. Erst wenn der Ton ausgetrocknet und gebrannt ist, kann sie ihn mit nach Hause nehmen.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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