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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Vom Azubi über Nacht zum Chef

17.09.2019

Elmeloh Eine Lehre hat Sertac Tamci gleich zu Anfang des Auszubildenden-Projekts im Elmeloher Netto-Markt gezogen: „Mit den vielen unterschiedlichen Leuten zurechtzukommen, ist schwierig. Die Personalführung ist ganz schön anstrengend“, sagt der 24-Jährige. Eben noch war er Azubi zum Einzelhandelskaufmann – und seit Montagfrüh ist er für eine Woche Chef über 13 weitere Berufsanfänger.

Wie wird eine Netto-Filiale erfolgreich geführt? Und wer ist dazu geeignet? Das finden die 14 Berufsanfänger aus der Region in dieser Woche unter den Augen von Regionalvertriebsleiter Andre Festers und Verkaufsleiter Besfort Kaliqani im Selbstversuch heraus. Völlig eigenständig und ohne die Hilfe des festen Personals leiten sie den Markt. Die Stammmitarbeiter sind extra für diese eine Woche versetzt worden­ – oder im Urlaub.

Fit für Führungsposition

„Durch die frühe Übernahme von Verantwortung möchten wir unseren Nachwuchs wertschätzen, aber auch dazu motivieren, später einmal Führungspositionen einzunehmen“, benennt Regionalvertriebsleiter Andre Fester den Sinn des Projekts, das in der Netto-Region Ganderkesee bislang einmalig ist.

Derart beachtet zu werden, das kommt beim Nachwuchs an: „Welches Unternehmen nimmt Azubis so ernst?“, fragt Jenny Böhm. Nicht jede Firma vertraue ihren Auszubildenden derart, dass man ihnen die Leitung einer ganzen Filiale über längere Zeit übertrage, betont die angehende Verkäuferin aus Bremen.

Karrierechance ergreifen

Die 18-jährige, die sonst in Delmenhorst arbeitet, ist überzeugt: „Das hier ist unsere große Chance, um zu zeigen, was wir können.“

Seit 6 Uhr in der Früh stehen Tamci und seine Kollegen bereits im Laden, ihre Aufgabenliste ist lang: backen, Waren einsortieren, Bestellungen prüfen, kassieren, tausend andere Dinge erledigen. Wer tut was? Das wird rasch geplant. Passt die Dekoration des Weihnachtsgebäcks? Tamci schaut da lieber selbst nach – und wird gestört: „Haben wir noch Weißwein alkoholfrei?“, ruft ihm ein Kollege zu. „Muss ich nachsehen“, antwortet der „Chef für eine Woche“. Gleichzeitig räumt Madalina Tutu mit Kollegen Milchprodukte ins Regal. Gegen 13 Uhr dann das erst Fazit der Azubis: Der Einzelhandel besteht aus ganz schön vielen einzelnen Handlungen.

Teamarbeit angesagt

Mit bundesweit etwa 5200 Auszubildenden ist Netto nach eigenen Angaben einer der größten Ausbildungsbetriebe im deutschen Einzelhandel. Teamarbeit und Entwicklungsmöglichkeiten stehen oben an: „Das Schöne ist, man muss nicht unbedingt studiert haben, um weiterzukommen“, beteuert Regionalvertriebsleiter Festers. Verkaufsleiter Kaliqani tritt dazu den Beweis an: „Ich war mal Azubi in Wilhelmshaven, jetzt bin ich Verkaufsleiter“, macht er den Auszubildenden Mut.

Jenny Böhm gefällt am Ende des ersten Tages etwas ganz besonders an dem Projekt: „Hier arbeiten alle füreinander, jeder hilft jedem.“

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Thorsten Konkel Redakteur, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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