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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Elterninitiative stößt Wohnprojekt an

07.04.2009

WILDESHAUSEN Ein recht einmaliges Wohnprojekt plant eine Wildeshauser Elterninitiative, die sich im „Verein zur Förderung der Integration behinderter junger Menschen“ zusammengeschlossen hat. Unter Federführung eines Investors soll für rund 2,5 Millionen Euro auf einem Gelände an der Harpstedter straße 40 ein integratives Wohnprojekt mit insgesamt fünf Gebäuden entstehen.

Bereits seit längerem beschäftigten sich viele Eltern mit der Frage, wie ihre behinderten Kinder im Alter untergebracht sein würden, erläuterte Vereinsvorsitzender Edward R. Percival der NWZ. „Viele Kinder kennen sich bereits seit langem sehr gut. Wir möchten sie nicht auseinander reißen.“ Vor diesem Hintergrund sei die Initiative für das Wohnprojekt entstanden, der sich auch Eltern außerhalb Wildeshausens angeschlossen hätten.

Geplant seien zwei Wohnhäuser mit jeweils zwölf Plätzen, in denen getrennt voneinander ältere und jüngere Menschen mit Handicaps betreut werden könnten. Die Häuser, inklusive Zentralküche und Ess- und Wohnbereichen, sollen über ein zentrales Treppenhaus und einen Lift miteinander verbunden werden. Weiterhin sei ein Gästehaus mit zwölf Apartmentwohnungen für eine temporäre Vermietung geplant. „Hier könnten beispielsweise Familien mit behinderten Kindern ihre Ferien verbringen“, sagte Percival. Das flexible Raumkonzept ließe aber auch eine Vermietung an Monteure oder Geschäftsleute zu. Spiegelbildlich zu diesem Gebäude soll ein weiteres Wohnhaus entstehen, das jüngere Menschen mit leichter Behinderung zur Verfügung gestellt bekommen sollen. Alle vier Gebäude wären durch ein Büro- und Verwaltungshaus miteinander verbunden.

Mit dem Projekt sei es möglich, dass die hilfebedürftigen Menschen ein weitgehend selbstbestimmtes Leben führen können, so der Verein, der bereits vor zehn Jahren gegründet wurde. Es würden 20 neue Arbeitsplätze geschaffen, erläuterte Percival, darunter auch Arbeitsplätze für Behinderte. Als vorbildlich würdigte der Verein in diesem Zusammenhang den Dötlinger Lopshof. Die Elterninitiative kann sich vorstellen, dass später als Betreiber der Anlage die Norle (NORmales LEben) gGmbH fungiert, wie deren Geschäftsführerin Margrit Haselei der NWZ bestätigte.

Percival sieht das Projekt als Alleinstellungsmerkmal für Wildeshausen. Es entstünde ein zusätzliches Angebot für barrierefreies Wohnen. Der attraktive Luftkurort könnte so eine spezielle Touristengruppe ansprechen.

Im Rathaus sei noch keine Entscheidung über die Zukunft des Projektes gefallen. „Das muss zunächst interfraktionell besprochen werden“, sagte Bürgermeister Dr. Kian Shahidi. Als wenig hilfreich wurde in Fraktionskreisen jedoch eine Andeutung des Investors bezeichnet, notfalls die Fläche brach liegen zu lassen, falls die Bauleitplanung nicht geändert werde.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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