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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Dauerfrost: Energiesparer im Wald brauchen Ruhe

23.12.2010

GANDERKESEE Johannes Steffens schüttelte den Kopf. Nein, wer angesichts der dauerhaft niedrigen Temperaturen jetzt die Tiere im Wald füttern wolle, der würde ihnen keinen Gefallen tun, sagt der Revierförster im Stühe. „Menschliches Mitgefühl“ sei in diesem Fall fehl am Platze. Wer den Tieren helfen wolle, der solle bei Spaziergängen im Wald jetzt Dreierlei beherzigen: „Erstens auf den Wegen bleiben, zweitens Hunde an die Leine nehmen, und drittens gilt es, sich ruhig zu verhalten.“

In Zeiten knackiger Kälte sei es für Wildtiere des Waldes entscheidend, ob natürliche Überwinterungsmöglichkeiten unverändert vorhanden sind, erläuterte Steffens. An ein Zufüttern sei nur zu denken, wenn der Landkreis eine „Notzeit“ festgestellt habe. Das könne zum Beispiel der Fall sein, wenn der Schnee verharscht ist und die Tiere nicht mehr an die Nahrung darunter heran kämen.

Doch stelle sich die Situation anders dar, „wir können die Sache entspannt angehen“. Den vorhandenen Pulverschnee könnten die Tiere wegscharren, darunter fänden sie im Stühe genügend Nahrung an Bodenpflanzen – wie etwa Brombeeren.

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Allerdings: Unterm Strich sei das Nahrungsangebot im Winter natürlich karger als zu den anderen Jahreszeiten. Doch „Wildtiere haben Strategien entwickelt, um durch diese Zeit zu kommen“. Das Anlegen von Winterspeck sei so eine Strategie, Winterschlaf und Winterruhe seien andere. Auch würden die Tiere träger, das spare ebenfalls Energie. Ein Spezialist in diesem Bemühen sei das Rehwild: „Da ist es so, dass sich der Verdauungstrakt umbaut, so dass er nur noch eine Erhaltungsnahrung aufnimmt.“

Vor diesem Hintergrund werde sofort klar, warum die Tiere im Winter Ruhe bräuchten: „Der Winterspeck zum Beispiel ist ein Vorrat, den kann ein Tier nur einmal verbrauchen.“

Aufmerksame Waldbesucher, so ein Hinweis von Steffens, könnten in dieser Zeit leicht erkennen, wo zum Beispiel Rehe geknabbert haben (dort liegt kein Schnee mehr auf den Zweigen) oder welche Wege sie nehmen: „Das ist wie in einem Bilderbuch.“

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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