• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Erdverkabelung wird angeordnet

14.09.2012

Ganderkesee /Hannover Auch nach der gütlichen Beilegung des Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig bleibt der Anteil der Erdverkabelung auf der Stromtrasse Ganderkesee-St. Hülfe strittig: Der Netzbetreiber Tennet zeige sich noch „uneinsichtig“, heißt es aus dem Umweltministerium in Hannover.

Das von Tennet angestrengte Verfahren in Leipzig war einvernehmlich beigelegt worden, nachdem das Unternehmen zugesagt hatte, nicht nur für zwei Teilstrecken in der Gemeinde Ganderkesee (3,0 und 3,7 km) Erdverkabelung vorzusehen, sondern „für sämtliche (...) geforderten Verkabelungsabschnitte“ Pläne vorzulegen, wie das Gericht mitteilte. Gefordert werden außerhalb Ganderkesees fünf weitere Erdkabel-Bereiche (insgesamt 21,6 km) auf der knapp 60 Kilometer langen Trasse, unter anderem in der Samtgemeinde Harpstedt.

Die Formulierung des höchsten Verwaltungsgerichts wird bei Tennet indes anders interpretiert: Sprecherin Ulrike Hörchens sagte gegenüber der NWZ , die Pläne für die fünf Erdkabelbereiche außerhalb Ganderkesees würden lediglich im Zuge des Planfeststellungsverfahrens „nachrichtlich ausgelegt“ – sie seien schon mit dem Antrag aus dem Jahr 2010 zur Verfügung gestellt worden. Eine Vorlage neuer Pläne im Antrag sei nicht erforderlich, meinte sie.

Wegen dieser Haltung des Netzbetreibers ist bei Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner der Geduldsfaden offenbar gerissen: Falls Tennet sich verweigere, werde die Genehmigungsbehörde die Teilverkabelungsabschnitte im Planfeststellungsverfahren anordnen, stellte der FDP-Politiker am Donnerstag klar. Das Energieleitungs-Ausbaugesetz (EnLAG) sehe diese Möglichkeit vor. Für Birkner ist wichtig, dass der Netzausbau nicht weiter „auf unabsehbare Zeit verzögert wird.“

Der Ausgang des Verfahrens in Leipzig wird auf jeden Fall von Ansgar Focke sehr begrüßt: Der CDU-Landtagsabgeordnete aus Ganderkesee lobt das Landwirtschafts- und das Umweltministerium in Hannover die „trotz des großen Drucks aus Berlin, die Netze auszubauen, standhaft geblieben sind.“

Bei der jetzt beginnenden Umsetzung des Planfeststellungsverfahrens sei weiter ein Dialog mit engagierten Bürgern, Flächeneigentümern und Landwirten erforderlich, hebt Focke hervor.: „Ob Freileitung oder Erdkabel – beides bedeutet massive Eingriffe in die Landschaft und landwirtschaftlich genutzte Flächen.“ Grundstückseigentümer und Landwirte hätten Anspruch auf einen fairen Ausgleich in „angemessener Höhe“.

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
Rufen Sie mich an:
04222 8077 2741
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.