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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

„Es fehlen Schlachtkapazitäten“

05.10.2013
NWZonline.de NWZonline 2015-07-22T14:52:34Z 280 158

Landvolk:
„Es fehlen Schlachtkapazitäten“

Ahlhorn Zur Teilnahme an der bevorstehenden Bürgerbefragung zum Bau des geplanten Hähnchenschlachthofes in Ahlhorn hat der Kreislandvolkverband Oldenburg alle Wahlberechtigten in der Gemeinde Großenkneten aufgerufen. Mit Hilfe der am 21. Oktober beginnenden Bürgerbefragung erwarte die Gemeinde ein Votum der Bevölkerung. Dabei gehe es darum, ob ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werde, um die Ansiedlung der Schlachterei in Ahlhorn realisieren zu können.

Investor sei die Firma Kreienkamp aus Wildeshausen, die am bisherigen Firmenstandort in der Kreisstadt keine Erweiterungsmöglichkeiten habe und deshalb mit Millionenaufwand in Ahlhorn einen neuen Schlachthof bauen möchte, so das Landvolk.

Jürgen Seeger (56) aus Haschenbrok, Kreislandwirt und Vorsitzender des Kreislandvolks, erklärte dazu in einer Pressemitteilung seines Verbandes: Mit der Beteiligung an der Bürgerbefragung biete sich „die einzigartige Möglichkeit, auf demokratischem Wege direkten Einfluss auf eine wichtige Entscheidung des Rates zu nehmen.“ Diese selten gebotene Chance sollten möglichst viele nutzen, so Seeger. Der Kreislandwirt spricht sich ausdrücklich für den Neubau in Ahlhorn aus und verweist auf die Situation der Hähnchenmäster in der Region: Mehrere Dutzend Landwirte seien betroffen, die sonst in den meisten Fällen ihre schlachtreifen Hähnchen an Abnehmer in den Niederlanden liefern müssten. Jürgen Seeger: „Das ist nicht nur mit hohen Kosten verbunden – die langen Transportwege belasten zudem die Tiere.“

In der Region fehlen laut Seeger Schlachtkapazitäten für Hähnchen. „Nachdem im vergangenen Jahr ein Hähnchenschlachthof in Visbek geschlossen wurde, gibt es in unserem Landkreis nur noch den Kreienkamp-Schlachthof in Wildeshausen.“ Dieser sei jedoch mit der aktuellen Kapazität von 30 000 Schlachttieren pro Tag zu klein und könne an seinem bisherigen Standort auch nicht erweitert werden. Der vorgesehene Neubau in Ahlhorn könne einen Teil der bereits in Visbek weggefallenen Kapazitäten ersetzen und die in Wildeshausen bisher getätigten Schlachtungen kompensieren.

Seeger weist auf die „erheblichen Vorteile“ für die Gemeinde Großenkneten hin, wenn der Neubau in Ahlhorn entstehe. So sei neben den in der Gemeinde schon vorhandenen noch mit mindestens 100 zusätzlichen Arbeitsplätzen zu rechnen. Außerdem löse der Schlachthofbetrieb zusätzliche Wertschöpfungen in der lokalen Wirtschaft aus. Und letztlich werde die Gemeinde durch Gewerbesteuereinnahmen profitieren.